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grosse Sfailtsiegel nämlich Karl il. Grosse auf dem StullI sitzendSeepier und Reichsapfel in den Händen tragend wie er im Grabgefunden worden. Selbes Siegel ist an einer eysernen Kette befestigtund wurde nur gebraucht als bei vom grossen und kleinen Rathgenehmigten Verkaufungen und Aufnahme von Staatsschulden,Capitalen. Der damalige Archivar war Herr Karl Franz Meyerdessen seliger Vater vorher auch Sekretär und Archivar war.Besagter Meyer war Archivar aber in seinem Leben nie in demgrossen Archiv gewesen auch nie. die Schlüssel gesehen, vielwenigerin Verwahr hatte, sondern ich späterhin nach allem hin und hernachsuchen in einem Pultensehoss unter altem Makulaturpapier inseinem Beisein dieselben fand.
Unter denen merkwürdigen Dokumenten fand sich ein Diariumin violettem Sammt. gebunden und mit Silber beschlagen, das ganzeBuch in spanischer Schrift auf Pergament geschrieben, welches beieinem Friedensschluss zwischen Frankreich und Spanien nieder-geschrieben worden, wo zugleich ein Cardinal als Gesandter vomPapst zugegen und auf dem Rathshaüs bei Schluss des Friedensein stattliche Mittag gehalten worden.
Die alte Magistrat unter Regierung des Bürgermeisters Kreitzund Klotz hatte vor dem Eintritt der Franzosen die Archive mitsich über Reyn genommen um selbe zu retten wie selbe dann auchgerettet worden.
Späterhin wie die Bürgermeister mit Bewilligung der Fran-zosen die Erlaubniss erhielten wieder in ihre Vaterstadt zurück-zukehren, brachten sie die Urkunden der Archive wieder alle zurückund alles stand auf dem Rathhanse in Beschläge verschlossen, biswider unter dem General Hoclie neue Bürgermeister, Beamte,Gross- und Kleiner Rath nach altem Styl gewählt undjinstallirtwurden, wo ich dann mit einhelligen Stimmen als Stadtbaumeistergewählt wurde. So hab ich auch dann die Sache übernommen,alle Urkunden der Stadt, welche zurück gekommen, wieder an Ortund Stelle in das grosse Archiv im Granithurm zu bringen. DerBestand der Magistrat nach alter Regierungsform ist von keinemlangen Bestand gewesen, wo dann wieder eine Administrationinstallirt wurde. So wurde ich denn vom Bauamt abberufen undals Stadt-Rentmeister eingesetzt. Später ist wieder eine Municipaliüiteingestellt worden, wo ein sicherer Herr Schneiders — Protestant— an meiner Stelle eintrat.
Während dieser Municipalität-Regierung kam ein französischesKommissariats Raubthier Namens Camus und suchte alle alteUrkunden und Seltenheiten auf und schleppte selbe nach Paris,wie dann auch alle alten wichtigen Urkunden in der Stadt aus dem