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1 (1890)
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weit zurück stehen müssen. Das ganze rebellische Heer ward indein Bezirke des Rathhauses beysammen getrieben und hier in ver-schiedene Rotten abgetheilt, deren jede seinen besonderen Anführerhatte, alle waren mit groben Prügelen und dergleichen Mord-Instru-menten schwer bewafnet, so wie es Jedem dieser Satelliten behagte.

§ 41.

Als die Hauptanstifter sahen und berechneten, dass einesolche Anzahl magistratisch gesinnter Rathsherren, wodurch Sieden Verlust der einstehenden Wahl befürchteten, auf dem Rath-hause sich würklich einfanden, so traten aus dem bewafnetenPöbel einige Rotten ab, um andere noch nicht erschienene Magis-tratisch gesinnte Rathsglieder abzuhalten und, wie sie thaten, inihren Hausern und sonsteu eingesperrt zu halten.

§ 42.

In der zwischen Zeit des also zur Wahle versammleten Rathswaren alle Augen auf den Raths-Saal gerichtet, in dessen Fensternder Niclas Oromm und verschiedene andere Rathsglieder des Lo-neuxschen Anhangs abwechselend erschienen, und zu dem abge-richteten Pöbelhaufen in Zeichen sprachen. Bs wurden verschie-dentlich Ordres aus- und mitgetheilt. Endlich ging das Wühlenim Rath zu Ende. Die Wahlen fielen durchaus den Absichten desim Rath selbst gegenwärtigen Loneux und seiner dortigen An-hänger zuwider. Nun war der Raths-Secretär eben noch mit Com-pletiren des Protokols begriffen, als auf einmal und alsogleich derüber den Verlust der Wahlen durch ein Zeichen benachrichtigtel'übel mit dem entsetzlichsten Krachen das Rathhaus bestiege, dieThür des Raths-Saals bestürmte, und ohne alle Rücksicht auf Alter,Rang und Charakter just alle diejenigen Magistrats- und Raths-personen, die sie ihrem Chef (dem Loneux und Consorten) abholdglaubten so grausam zusammen prügelten, dass alle erbärmlichund viele tödtlich verwundet worden.

§ 43.

Nach diesem barbarischen Triumpfe lagerte sich der Wutlischäumende Pöbel auf dem Rathhause, wo er mit dem immittelshinzugekommenen hauptsächlichsten Theile seiner Anführer dasFreudenmahl unter Tag und nächtlichen Zechen hielt, und von nunan eine unbeschränkte Anarchie in Aachen stiftete, die in tausendExcessen sich allenthalben geäussert, und noch bis auf diesen Au-genblick äussert, und so wurden durch die erfolgte Schandge-schichte vom 24. Junius die Besorgnisse des Raths, (die er inseinen Schlüssen vom 17. und besonders vom 22ten des nämlichenMonats klar voraussah, und weswegen er das zu Rath-gehen zu