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1 (1890)
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zusammen berief, daselbst von den Vorzügen des Herrn Bürger-meisters Dauven lebhaft redete, und demselben allgemeine guteMeinung und mit ihr die meisten Stimmen zu erwerben suchte,welches er selbst Katechisiren nannte.

§. 74. Eben in dem Haus des nämlichen Manns waren alleTage Zusammenkünfte (§. 79), in welchen die der Parthey des HerrnBürgermeisters Dauven zugethaneh Stimmwerber zusammen trafen,und dann hernach mit besondern Listen versehen, von Haus zuHaus gingen, und jeden, den sie gewinnen zu können glaubten,durch alle Art von Zwang und Ueberredung anzuwerben suchten.Auch wurden in diesem Haus die angeworbene Zunftgenosseneingesperrt gehalten, und bewacht, zu welchem Ende allen Stadt-soldaten von Herrn Bürgermeister Dauven die gemessene Ordregegeben war: „dass sie dem besagten Reumont und dem Werk-meister Wild, wenn diese einige Mann zu Bewachung der Einge-sperrten brauchten, sie sogleich auf der Stelle pariren sollten,"wie dieses die Anlag sub Num. 25. bewahrheitet.

§. 75. Ausser diesen Häusern des Reumont und Wild, worinnman angeworbene Zunftglieder einsperrte, waren als Zechhäuserbesonders merkwürdig die Wein- Bier- und Brandeweinschenkenbey Freut auf Pontbrück, bey Pleus auf der Pont- und auf derSankelstrasse^ bey Drouven auf der Hartmanns- und Langohr aufder Schmiedstrasse liebst verschiedenen anderen, wie dieses durchsoviele die altpartheyisehe MäckeleyVorfälle erprobende Beylagenausser Zweifel gesetzt wird.

§. 76. In allen diesen Schenken ward unausgesetzt gezecht,beständig erschallte ein lautes Vivat Dauven und Schimpfen aufdie neue Parthey; wobey der Pöbel in seinen Ausschweifungenum so sicherer war, da demselben Soldaten, um ihn gegen alleStörung in seinem Vergnügen zu sichern, zugegeben waren.

§. 77. Um aber Leute zu werben, die man in allen diesenOrten bis zu den Wahlen einsperrte, und mit Zechen unterhielt,ward kein Geld gespart, und keine Mittel, welche die obrigkeitlicheGewalt der alten Parthey in die Hände gab, unbenutzt gelassen.— Zünftige Soldaten mussten ihre Stimmen dem Herrn Bürger-meister Dauven verschreiben, oder ihren Rock ausziehen. — Leute,so öffentliche Plätze seit 20 und mehreren Jahren Vergünstigungs-weise brauchten, mussten das nämliche zusichern, oder solcheräumen, (§. 93.) — Taglöhner, welche seit beinahe 50 Jahren vonStadtarbeiten gelebt hatten, mussten ihrer Stimmfreykeit entsagen,oder verloren ihr Brod. (§. 93.) — Sogar den Armen, welchen vonjeher wöchentlich ein Gewisses aus der Stadt-Armenkasse gereicht