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die Klosterkirche zu Burtscheid wurde abgebrochen und von Neuemzu bauen angefangen.
Zu Ende des J. 1748 wurde durch den Vogt-Major de Hauzeurauf Anhalten des Prinzen von Birchenfeld der Freiherr von Bülowweil er im Duell einige getödtet hatte, unter welchen sich einVetter des Fürsten von Darmstadt befand, und sich deswegen ausden Händen des Fürsten von Darmstadt geflüchtet, welcher ihnübel behandelte, in hiesigem Kapuziner-Kloster sich aufhielt, sowurde er durch List aus dem Kloster durch etliche liederliche Ein-wohner geholt. Diese banden ihm Hände und Füsse zusammen undwarfen ihn in eine Chaise, und so auf Jülich transportirten, wo erin ein tiefes Gefängniss gefesselt geworfen wurde. Sie hatten zwarein bischöfliches Schreiben, welches der Pfarrer in St. Foilan denKapuzinern sehen liess, aber darin stand nur, ihn aus dem Klosterin einen andern Ort in der Stadt setzen zu lassen. Auch der Ma-gistrat wusste nichts davon. Daher protestirten Bürgermeister undScheffen. Auch nahm der kaiserliche noch hier anwesende GesandteGraf von Kaunitz die Partei des Herrn von Bülow und berichtetees dem Kaiser. Der Herr von Bülow, als er einige Zeit zu Jülichgesessen hatte, wurde nach Heinsberg transportirt, dann aber nachLüttich, wo er frei wurde und wieder nach Aachen kam. Die Ein-wohner, welche den Herrn Bülow hatten gefangen weggeführet,wurden selbst allhier gefänglich eingezogen.
1749 wurde das Interim-Gericht angeordnet, womit die Bürgernicht zufrieden waren. Im April wurde die Klause zu Linzens-hänschen von Magistratswegen abgebrochen wegen Streitigkeitenund Processe, so die zwei darin wohnenden Brüder hatten, wovoneiner ein Priester war. Der Priester verlor beim Bischof den Pro-cess. Die Kirche blieb stehen.
Den 26. März war zu Giilpen und Falkenburg ein Wolken-bruch. Zu Gülpen schwammen zwei Häuser weg, 5 Menschen er-tranken. Das Wasser stand 9 Fuss hoch. Viel Land und Gebäudewurden dadurch verdorben.
1749 den 24. Juni wurde das Interim-Gericht wieder aufge-hoben. In diesem Jahre fing es den 5. Junii an zu regnen unddauerte bis 5. Juli. Dabei war es sehr kalt. Ueberall hörte manvon Ueberschwemmungen.
1750 den 10. Juni wurde der hiesige Schinder mit seinerFrau hingerichtet, die Mitglieder der Bande von 1743 und 44.Der Schinder wurde an einem Pfahle erwürget und dann verbrannt.Die Frau aber enthauptet und dann der Körper auf's Rad gelegt.Sie hatten fünf Kirchen helfen bestehlen und den Pfarrer auf derMagd helfen binden u. a. Thaten.