hergestellt sind, ist er hei dem im zweiten Bande geübtenVerfahren stehen geblieben, sogenannte diplomatisch treueAbdrücke zu liefern. Als Beispiele mögen hier nur die Nr.I, XIV—XX, XXIV—XXXII, XXXXVI und der ganze ersteAnhang des ersten Bandes, sowie die Janssenschen Aufzeich-nungen im dritten Bande erwähnt werden. Was gegen dieseArt der Wiedergabe spricht und wie wenig sie in Ein-klang steht mit den jetzt allgemein bei der Herausgabe vonälteren Urkunden, Akten und Texten aller Art befolgten Grund-sätzen habe ich in der oben erwähnten Anzeige des zweitenBandes dargelegt. Iiier wie in jeder andern Richtung nachvollendetem Druck noch irgend etwas zu ändern, war selbst-verständlich unmöglich. Freudig zu begrüssen ist im Gegen-satz zu jenem zweiten Bande die Wahl der Antiqua-Schrift.
Offen und unumwunden habe ich die Mängel darge-legt, die, meiner Ueberzeugung nach, den Bänden, welcheich der Oeffcntlichkcit übergebe, in Beziehung auf die Aus-wahl der aufgenommenen Stücke wie auf die Wiedergabe derTexte anhaften. Um so unbefangener darf ich schliesslichaufrichtigste Anerkennung zollen dem Fleiss, der Ausdauerund der Opferwilligkeit, welche Herrn von Fürth bei seiner,oft durch schwere körperliche Leiden behinderten Arbeitbeseelten und bis zu den letzten Tagen seines Lebens zuimmer neuen Anstrengungen und Aufwendungen für das ihm ansHerz gewachsene Werk begeisterten. Wer immer es benutzt,wird des seiner Vaterstadt so treu ergebenen Mannes nur inDankbarkeit gedenken können.
Bonn im April 1890.
Hugo Loerscli.