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Hamburgische Wappen und Genealogien
Entstehung
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Die "Mappen waren ebenfalls Zeichen der Person, Erst seit dein12, Jahrhundert wurden sie durch Vererbung des Schildes uud »Helmes vomVater auf den Sohn u, s, f. zu Familienzeichcn.

Die Marken entsprachen nicht in jeder Beziehung dein Bedürfniß.Innerhalb einer größeren Gemeinde waren sie schwer auseinander zu halten,Sie konnten nicht mit Morrcn bezeichnet werden und boten wenig oderkeine Möglichkeit zu künstlerischer Verwerthung an Gegenständen, deren Bcswrecht kenntlich gemacht werden sollte.

Das wappenmaßige, bildliche und farbige Unterscheidungszeichendagegen wurde diesen besonderen Anforderungen vollauf gerecht. Und eswaren vornehmlich die Ritterbürtigcn, welche der Ausbreitung des"Mappenwescns in den Städten Vorschub leisteten, Zahlreich wanderten siein die Gtadce, ließen sich dort nieder und wurden Bürger; aber sie behieltendennoch ihre (ursprünglich fast ausnahmslos willkürlich gewählten) Mappenbei und zwar mir vollem Recht; denn sie verloren nicht die Ma ffen fähig-keit, und mit dieser hing die M appcnfahigkeit auf s engste zusammen.Um dies zu beweise!?, muß ein kurzer Rückblick auf die Entstehung des Adelsund des Ritterstandes überhaupt gegeben werden.?) Die Thatsache, daß (aus-weise der Lübecker Bürgcrsicgcl des Mitcelalters) das Mappenwesen be-reits im 1Z. und 1-1, Jahrhundert allgemein in den Siegeln der Bürgerangetroffen wird, laßt nur die vorhergehende Zeit in Betracht kommen.Nachdem das Mappenwesen einmal im Bürgcrstande festgewurzelt war,konnte man es demselben durch spatere, willkürliche Maßregeln nichtwieder nehmen.

Seitdem es als persönlicher Vorzug angesehen wurde zur Gefolgschafteines Rönigs oder mächtiger Fürsten zu gehören, entwickelte sich aus diesemVerhältniß, trotz der damit verbundenen Abhängigkeit, eine Aristokratiedes Dienstes. Die persönliche Freiheit die Grundlage der Unterschiededer Gesellschaftsklassen nn früheren Miccelalrer — wurde dadurch nichtberührt, auch später nicht, als das Lchnsverhälcniß aufkam. Dasselbeentsprang aus der wachsenden Macht und dem Ansehe«' der "Röntge, Fürstenund große«' Grundherren. Dieselben theilte«' das an sie gekommene, ihnengehörige Land unter ihre Gefolgschaft aus. Das Lchnsband, welches dieso begnadete«' Dienstmanncn mit den Fürsten verband, gab ihnen größeresAnsehe«', als die freien Grundbcsitzcr (Uradel) hatte«,, welche sich von dengemein Freien nur durch die größere Zahl der Accker und der Hörigenunterschieden. Dies zwang die freien Grundbesitzer sich ebenfalls in Lehns-mannen umzuwandeln, indem sie den hohen Herren der Form nach ihreGüter übergaben, um sie als Lchngüter wieder zu erhalte«'. Es vollzogsich auf diese Art die Verschmelzung von Dienstn'anncn und Lehnsmannenzu einem Stande, aus welchem der Adel hervorging.

Als der alte Heerbann ganz in Verfall gerathen war, gelangte inFolge des veränderten Rricgssystems der Rriegsdiei'st zu Pferde, derReiterdienst mir besserer Bewaffnung zu immer größerem Ansehen, währendeine rein kriegerische Lebensart mehr und mehr die (schelle besondererEhren wurde. Die durch gleichen Lebensbcruf Verbundenen schlössen sichendlich korporativ zusammen, und es bildete sich der Rittcrstand (d. h.zunfrmäßigcr Rricgcrstand.)

Derselbe war kein abgeschlossener Stand, sondern es vollzog sich derUebertritt freier Leute n, denselben vielfach und ohne daß es Standes-

7) Unrer mehrfach mörrlicher Anführung aus den unrer G.ueUen angegebenen Iverken.