Druckschrift 
1 (1844) Bis 1299 : mit einer Steindrucktafel
Entstehung
Seite
66
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I

und eine Wittwe und sechs junge Söhne [XLVII] hin-terliess. Da ging Nicolaus Hahn zum FürstenhauseParchim und half hier his an sein Ende treu und tliätig,wie er überall da eintrat, wo die grösste Noth vor-handen, also der beste Theil zu erwählen war. Erhandelte mitunter wohl noch zu Rostock neben demFürsten Heinrich [LI und LVI1I]; im Allgemeinen abernahm ihn die Regierung der werle-parchimschen Landerzu sehr in Anspruch, als dass er hier nicht sein vollesMaass sollte gefunden haben.

Die sechs fürstlichen Brüder waren beim Todeihres Vaters ohne Zweifel noch jung, da ihre Mutter,Sophie, des Grafen Günther von Lindow-Ruppin Tochter,bis zu ihrem Tode (zwischen 1301 und 13üd) in müt-terlicher Vormundschaft, wenigstens für die jüngstenKinder, blieb. Zur Theilung für sechs Fürsten war dasLand zu klein; daher waren die drei vorletzten in dengeistlichen Stand getreten: Günther war Domherr zuMagdeburg und Güstrow, Bernhard und Heinrich warenMönche in dem so eben, 1285, gestifteten Dominikaner-Kloster zu Röbel, der Residenz der Fürstin Mutter,welche von ihrer Vaterstadt Ruppin her die Domini-kaner-Mönche, seit 1246 in Ruppin, begünstigte und inihrer aufblühenden Residenz Röbel die Geistlichkeitganz besonders schützte. Der jüngste der fürstlichenBrüder, Henning, verschwindet seit dem J. 1291 ausder Geschichte. Der älteste, Nicolaus, ein Mann vonbedeutenden Regententugenden, verhütete glücklich eineLandestheilung; er führte ein Principat ein und regiertemit seiner Mutter Sophie zugleich im Namen seinerBrüder; zwar treten zuweilen die älteren seiner Brüder,Johann und der Domherr Günther, mit ihm auf, jedoch