Druckschrift 
1 (1844) Bis 1299 : mit einer Steindrucktafel
Entstehung
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der tapfere und feste Graf Gunzelin I. von Schwerin,kurz vor Heinrich dem Löwen im J. 1195 der GrafBernhard I. von Batzeburg, dessen Geschlecht schonim J. 1200 erlosch, und im J. 1197 der Fürst Nicolaus I.von Rostock. So stand am Ende des 12. JahrhundertsPribislavs Sohn Borwin I. fast allein als ein Zeugealter Zeit in den verwüsteten Ländern, denen es aneiner kräftigen Regierung fehlte und in welchen dieslavische Sitte vor der deutschen nicht weichen wollte,wie die brandende Meeresfluth, welche hei jeder Luft-bewegung gegen das feste Land tobt. Der alterndeBorwin mochte es fühlen, dass seine und überhauptEines Menschen Kraft nicht ausreiche, ein zersplittertesReich, das nie einig gewesen war, in allen Einzeln-heiten neu zu gestalten. Seit dem J. 1218 theilte erdaher seine Herrschaft mit seinen Söhnen Heinrich,auch Borwin II. genannt, und Nicolaus, von denenjener im Osten zu Rostock und Werle, dieser im Westenzu Gadebusch seinen Sitz nahm. Erst seit dieser Zeitward, vorzüglich durch die Gründung der Städte unddie Wiederherstellung und Stiftung der Klöster, festerBoden für die deutsche und christliche Bildung ge-wonnen. Leider erstarkten die jungen Pflanzungen nurlangsam. Der greise Borwin I. hatte den Schmerz,beim Einstürze einer Warte auf der Burg Gadebuschseinen jüngern Sohn Nicolaus zu verlieren; und balddarauf, am 4. Junii 1226, starb auch sein älterer SohnHeinrich Borwin, welcher vier unmündige Söhne hin-terliess. Der Vater folgte schon am 28. Jan. 1227 denSöhnen und hinterliess das Land dem schwachenSchirme der Mutter seiner Enkel und eines zu Güstrowaden Vormundschaftsrathes, welcher aus meli