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1 (1719) Worinnen von der durch Kunst zugerichteten Sphaera, künstlichen und natäürlichen Himmels- und Erd-Kugel, sternen, Planeten, Luft-Zeichen u.d.m.
Entstehung
Seite
165
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Von der ^ufft.

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7. 5Li,cca saget/daß der Hagel nichts anders als ein E'ß sey/ welches noch ^^m der Luffr hange- Der Schnee scye ein weisser Reiff/so in der Lufft entstanden/^^-4-und man leichtlich wissen könm/ warumb der -Hagel rund sey. Weil man sehe/?"^'paß die Wasser-Tropffen stets eme Kugelrunde Gestalt haben/ welches an den""'Spiegeln zu sehen/ welche die Feuchte/ wenn man daran hauchet/ beHallen. 5-^4-

8. Dieser wenn er drcUrsach geben will/warumb es im Win-ter schneye/ und nicht hagele/ sagt/ daß die Lufft im Winter gefroren/ und sol-chemnach sich in keinen ^eq-n verwandeln könne/ er verändert sich aber inSchnee/ we,l die Lufft demselben umb diese Zeitnaher ist - Wenn aber der Früh-ling seinen Anfang nehme/so geschehe eine grosse Linderung der Zeit und weil derHlMinel viel wärmer worden/ so würden die RegtN'Tropffen viel grösser/ weil dieVeränderung der Luffc viel grösser seye.

§. 1).

Auff was Weise der Regen/ Schnee/ Hagel/ Rciffund Thau entstehen/ nach der heutigen Scri«bcnten Meynung.

1.

HIr haben bereits droben erwehret/daß die Wolcken/ nach desvez-d^r-w, Meynung/ insgemein in Regen «Tropffcn/oder sehr kleinen Eiß- Schollen bestehen. Diesem Grund nach/ sagrer/ daß die Wolcken/ sosich in Regen verwandeln/ entweder durch ihre eigene Schwäre/wenn ihre Tropf-sen groß genug sind/ herab fallen; oder aber weil die Lufft/so ober denselben ist/sich zurück ziehet/oder weil diejenige/ so unterhalb denselben ist/sie zwinget / unvGelegenheit giebt/sich herunterwärts zu begeben/ oder weil viel von diesen Ursa-chen zugleich zusammen kommen- Wenn die Lufft/ so ober denselben ist/ sich zu-rück begebe/ so falle der Regen sehr klein; hingegen aber werde derselbe sehr grsß/wenn die höchste Tropffm der Wolcken von der Lufft/ so aber denenselbm ist/ge-nölbiget werden/daß sie herab fallen müssen- Wenn aber die Wärme/ welchesonst andere Dinge dünne zu machen pßegt/ die Wolcken gemeiniglich zu kleinenStucklein Eiß macht/und diese Stücklein nachdem sie sich gleich durch die Lusskverstreuet sich in viele kleine Flocken vertkeilet/alsdenn machen sie/ wenn sie herabfallen/und nicht gsschmoltzen sind/ den S chnee; wenn aber dieLusst/ wodurch sieherab fallen/ so warm ist/ daß es sie vcrschmeltzel/ unv ein kalter Wmd darzukommt/der sie abermahl gefroren machet/alsdenn wird ein Hagel daraus-

2' Besagter äurbor füget/ daß die Dünste/ so von derErden auffsteigen undl»cht so dmchsichkig sind/ wie die Lussl Nebel genennet werden.

R z z.Hitts