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1 (1719) Worinnen von der durch Kunst zugerichteten Sphaera, künstlichen und natäürlichen Himmels- und Erd-Kugel, sternen, Planeten, Luft-Zeichen u.d.m.
Entstehung
Seite
159
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Von der Lussc. isx

cken dringen / und denensclbcn / gleich wie die Sonne / wenn sie ihnen entgegensicher / und dieser Bogen mit unterschiedenen Farben qemahlet ist/ eine Farbegcbcn könne- Ferner saget er/ baß derselbe erscheine, weil derjenige Theil derWolcke/ woran man denselben siehet/ dergestalt dichte zusammen gcfüget sey/daß sie die Strahlen der Sonnen nicht übcrzwerch durchgehen lassen können/und oaß hingeg'n die andern so dünne wären / daß sie bieselbige nicht zurückwerffen könnten-

6. Diese Ungleichheit vermische und vermenge das Licht und den Schatteneines mit dem andern/ und verursache an dem Bogen diese wundersame Ver-mischung der Farben/ so an demselben mehr oder weniger zu sehen sind, je nach-dem die Sonne die Wolckcn bescheinen- Dann es seye nicht zu zweiffeln / daßderRegenbogen einBlldmß der Sonne sey/ welcher in einer hohlen und Thau-vollen Wolcken / wie die Erfahrung lehret / gezeuget werde, weil derselbe nie-mahls erscheine / es stehe dann eine Wolcke gerad gegen der Sonne über. Undzwar / wenn die Sonne absteigt / so wirb die Wolcke hoch stehen / ist sie hoch/so wird solche niedriger seyn , wenn sie aber ihre Stelle verändert/ dergestalt/daß sie sich auf der Sonnen Seiten begiebl/ so wirb sie alsdenn keinen Regen-bogen mehr vorstellen / weil sie nicht mehr gerade gegen der Sonnen überstehet.Die verschiedene Farben anlangend/ so kommen dieselbige cheils von der Son-nen/ theils aber von der Wolckcn her/ dann es kan weder die Sonne noch dieWolcke allein/diesclbigt tormsten ; dahcro kömmt es auch / daß man niemahlseinen Regenbogen bey Hellem Wetter siehet. Es haben aber alle diese Farben/so man an dem Regenbogen sieher / als blau / grün / roth gelb und Feucr-Farb/ihren Haupt-U'sprung von zweyen Farben/ worunter die eine lebhaffc undhell/ welches von der Sonne herkömmt/ die andere aber gantz blaß undbleich ist.

7. Dieser I'bst^so^hu5, damit er einen augenscheinlichen Beweißthum ge-ben mösite / wie sich die unterschiedliche warben an dem Regenbogen Wrmiren/sagt / daß sol/hes schirr ;b n aus solche WUie geschehe als wenn eine bbyerneRöhren an einem O/r z^rsp inge/ da das Wasser / welches sehr schnelle herausläufst/ wann es sich in dcrUifft gegen die Sonne ausbreitet/ die Gestalt einesRegenbogens vorstelle. Fol^ends sagt er / daß man eben dieses durch die Er-fahrung wahrnehmen werbe / wenn man sich zu einem Walckcr/ wenn er dasTuch sprühet / begebe; da man denn sehen w rde/ daß / in^em er dasslbc be-gitsst/ in den kleinen Tropften W-iss's/ so sich in die Luffc ausbreiten vie-lcrlcy verschiedene Farben / so denjenigen/ die man an dem Regenbogen sieh»t/nicht ungleich s.yn/ entstihm.

.8- Besagter 5i.>neo! psscht auch der Meynung dcspoliclorü bey/ welcherdafür hält/ daß der Regenbogen in einer hohlen Wolckcn / gleich als m einemrunden und hohlen Spiegel/dessen den halben Theil eines Ballens nichtMkich ist / Kiwstet werde. 5-L,