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1 (1719) Worinnen von der durch Kunst zugerichteten Sphaera, künstlichen und natäürlichen Himmels- und Erd-Kugel, sternen, Planeten, Luft-Zeichen u.d.m.
Entstehung
Seite
157
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Von der K.uffe.

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F. 5.

Von der Natur / und dem Ursprünge der Wolcken/nach der Meynung der heutigen Stern-kündiger.

i.

)Itjeni,qen/ welche der Schul-Meynung beypflichten/ sagen/ daß dievornehmste Materie der Wolcken der Dampff wäre/ weil die Ausdün-stung einer gar zu trockenen Natur ist / daß sie ein feuchtes Lorzzuz. wiedie Wolcken sind / zeugen können.

2. Die Ausdünstung ist eine Art eines Rauches/ den die Sonne aus derErden / und andern irrdischen Cörpern ziehet.

Der Dunst ist eine andere Gattung des Rauchs / den die Sonne durchihre Wärme aus dem Wasser / und andern feuchten-pern zsthel.

4. lassengiebt vor/ daß die Materie der meisten Lufft-Zeichttt oder^eieorcn IN vermischten Ausdünstungen und Dämpsten bestehe/ weil es nichtWohlseyn könne / daß der feuchte Rauch/ den die Sonn an sich ziehet / abson-derlich/ und der trockene gleichfals besonders u? die Höhe steigen sölte / sonderndaß wo die Feuchtigkeit den Vorzug hac/ dämpfst / die aber/ wo die trockenedie Oberhand Harz Ausdünstungen genennet werden-

5. In v-r Schul werden die Wolcken insgemein in leichte und dicke Wol-cken abgetheilet-

6. Die leicbte Wolcken werden gemeiniglich am Ende der ersten Gegendder Lufft / oder im Anfange der andern formtet. Ja es steigen garetliche fast schon halb l'oimiret über gewissen Slröhmen und Seen / insonderheitim Frühling und Herbst auf/ wenn die Sonne durch die Krafft ihrer Strahlen/ober vielmehr durch die Ausbreitung ihrer Wärme / die fetten Dämpfst desW »lstrs / ie mehr sich der Sommer herannahet / an sich ziehet- Weil die Ma-te, >c dieser Wolcke leicht und gleichsam durchscheiner st/ so kan die Sonne / wensie an den Horizont steiget/ dieselbe durch die Wiedcrstrahlung auf der Erden/leichtlich/ ohne Aufflösung in einen Regen zertheilen/ indem sie ihre Materieaustrocknet, und je höher sie steiget/ subtiler machet.

7. D'e dicke Wolcke ist ein sehr starcker Dampff/ welcher sich durch dieKrafft der -Hitze der Sonnen-Strahlen biß in die mittlere Gegend der luffr in dieHöhe gezogen/ und bißweilen so dick gemachet wird / daß sie einen Schattenin der Sonne machet. Wenn nun diese Wolcken zur Herbst- und Wintei s-ZeitVormittage nicht zertheilet und auffgelöset werden / so währen sie gemeiniglichden gantzen Tag / und bißweilen auch die Nacht. Denn weil die Connen-

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