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1 (1719) Worinnen von der durch Kunst zugerichteten Sphaera, künstlichen und natäürlichen Himmels- und Erd-Kugel, sternen, Planeten, Luft-Zeichen u.d.m.
Entstehung
Seite
148
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Des ersten Nltches I».

sehen lässet / von der unterschiedenen Äm^rion des Mondes / in Betrachtsder Sonnen und der Erden her. ^

2. Dieses Gestirne wird jederzeit / ausser wenn es verfinstert wird / üm dieHelffte feines el»bi von der Sonnen-Strahlen erleuchtet ^ wir könen aber nur d>?Helffte sehen / wenn der Mond voll ist / und lassen sich die unterschiedene Theil-dieser Helffte ungleich sehen/ nachdem sie mehr oder weniger überzwerch unsern!Gesichre vorkommen.

? ^ ^ Dannenhero sehen wir denselbigen bey der Lonjun^ion oder neuem Lichte^ .5^ gar nicht, es sey denn eine Sonnen-Finsterniß, weil der Glantz der Sonnen-Strahlen / uns das Anschauen der gewöhnlichen conjunäionm entziehet. Wenaber der Mond von der eonjuriÄlon m das erste Viertel tritt/ so nimmt seinSchein zu/ und siehet man denselbigen gegen Abend halb/ und dessen Hörnergegen Aufgang der Sonnen gekehret. Und also folget er der Sonnen nach,und gehet mit derselbigen unter

4. Nach dem ersten Viertel nimmet der Mond je länger je mehr zu / undgehet der Sonnen nach / biß an seine Opputlcion, oder volles Licht. In dervx.jwlmon sehen wir dieHelffte seines <Äc>bi gantz heüe/ hernach aber nimmet seinLicht von dem letzten Viertel biß an feine eoujurMon ab / gehet aber vor der San«nen her/ scheinet des Morgens/ und wendet seine Hörner gegen Aufgang derSonnen-

5. czM»u; hat angemercket/ daß der Mond / wenn er in der^onjunämist / gantz bleich scheine/ und saget/ daß solches von denen Strahlen der Son-nen verursachet werde/ welche nachdem sie von der Erde wieder zurück prallen/mm Theil auf den Mond / der gerade gegen uns über siehet/ fallen.

6. Es haben viek /Ulronom» ihre Gedancken über die Planeten/ was ihrLicht betrifft / eröffnet/ wie wir bereits von dem Mond gesaget haben.

7. Damit man sich desto leichter erklär en möge / wie wir den Vollmond munserm sehe» könuen/ so muß man sich einbilden, daß die Sonne an demblactir stehe/ wie auf der ;6. kigur zu sehen ist.

§. 37.

Von denm Wieder-Strahlungen/ oder unterschiedenenGestalten der Sonnen und des Mondes, bey ihremAus- und Niedergang.

»An siehet dle Sonne vielmahl an unserm ttemichb-erw. ob schon dieser' Planet noch unter dem Horizont ist. Und ob wohl ihr elobu, gantzrund ist/ so kommt uns dennoch dieselbige oval, oder länglich rund vor/wie der Augenschein weiset. Undeben dieses befindet sich auch an dem Mond^