Druckschrift 
1 (1719) Worinnen von der durch Kunst zugerichteten Sphaera, künstlichen und natäürlichen Himmels- und Erd-Kugel, sternen, Planeten, Luft-Zeichen u.d.m.
Entstehung
Seite
66
Einzelbild herunterladen
 

66 lllb.!. dax.I. Von denm VSMehmstttt Stücken

machen wir allezeit den Anfang des neucnJahres/ also im Winter/ wiedieIu«den ihr politisches Jahr im Herbste anfangen.

§. 28.

Von der goldenen Zahl.

l.

goldene Zahl ist eine Zeit von neunzehm Jahren/ welche darzu die-net/ damit man die Tage der unterschiedlichen Stellungen / oder unter«schiedencAlter des Mondes finden könne) weil von neunzehen zu neun-zehen / der neu- und volle Mond / wie auch das erste und letzte Viertel eines je-den Monaths auf eben den Tag des Monaths wiederkömmt/ wo sich dirMond neunzehen Jahr vorher befunden; dergestalt daß man auch die göldeneMfinden kan/ an welchem Tage jeden Monaths der neue Mond wird. DiesesHeisset auch L/clux l-unarix, der Monden-Circul.

2. Man saget/ daß die Egyptier den Gebrauch der goldenen Zahl er«funden/und einen Lalcnder gemachet / den sie denen Römern zugeschicket haben/dessen Zahlen insgesammt/ von eines biß aufneunzehen mit göldenen Buchsta-ben geschrieben gewesen / woher denn die göldene Zahl/ und diese Gattung desCalenders ihren Nahmen bekommen haben.

Heutiges Tages bedienen wir uns der göldenen Zahl / die msje den Jahres / und folgends das Alter des Mondes zu findenUnd weil zu An-fang des l6ov. Jahres die göldene Zahl fünffe gewesen / so muß man/wemman wissen will / welches die göldene Zahl eines sich vorgesetzten / und zwischen1600. und 1700. begriffenen Jahres sey / die tausend und das hundertvon diesemin den Sinn genommenen Jahre abziehen / und zu dem / was noch übrig bleibet/fimff hinzusetzen/ und von dieser Zahle/ so oft man kan/19. abziehen/ so wirddas was übrig bleibet/ die göldene Zahl seyn. Gleichwie man nun zu denenzwischen 1600. und 1700. begriffenen Jahren die Zahl 5. hinzusetzet/ alsomußman zudenen Jahren / welche zwischen 1702. und 2800. begriffen sind/zehn/nachZ90O. aber nur eins setzen.

4. Man kan such auf eine andere Weise die goldene Zahl finden. Ma»zählet nehmlich eines zu dem lauffcnden Jahre / und ckvicüret das gantze mit i?>Was nun unter 19. übrig bleibet/ solches wird die göldeneZahl des lauffendmJahres seyn. Zum Exempel / man setzet zu dem Jahr 1684. eines hinzu / sowird man 1685. haben. Diese Zahl ckvichreman^miti?. so wird heraus kom-men 88. und -z übrig bleiben. Diese 1Zahl so überblieben ist / wird dugöldeneZahl desJahres 1684. seyn- Das künftigeJahr 172.0. ist die göldene MXI' und ein Jahr 172 .2. XII. 172.2. XIII. und so weiter/ wie man IMgezeigter Ausrechnung leicht finden wird.

/. 25. Bon