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jedoch nicht zu läugnen, dass durch die erwähnten späteren Zusätzeder Inhalt des Buches an Reichhaltigkeit sehr gewonnen hat. Indemselben wird der geneigte Leser unter den Tausenden von Be-diensteten sowohl die obersten Spitzen der Beamtenhierarchie, wiedie Landhofmeister, Statthalter, Canzler, Geheimen Räthe, alsauch die niedersten Stufen im Staats- wie im Hofdienste, als dasind die Bauschreiber, die Thorwarte, die Blutjäger, diePostillone etc.finden.
Die Archivare, welche die berührten Zusätze gemacht haben,geben in solchen häufig interessante genealogische Beiträge fürdie Familiengeschichte einzelner Bediensteten. So sagt der imJahr 1691 gestorbene Archivar Zeitter von einem Vogte diesesNamens in Sindelfingen „Mein, des Hofregistratoris, Bruder," undvon dem adelbergischen Pfleger in Waiblingen, Georg Renntz„Meiner Eheliebstin Annae Margarethae Zeitterin geborenerSchweicklierin avus maternus." In einzelnen Fällen wird dieVerwandtschaft und Schwägerschaft auf das Scrupuloseste bis zusehr entfernten Graden verfolgt; so findet sich z. B. hei Erwäh-nung des Hofpredigers Gräter (1536—1553) auf Seite 190 fol-gende Notiz: „1536—1553 M. Caspar Graeter, ein Vatter HerrnPhilipp Graeter's, Probstes zu Herbrechtingen, ein GrossVatteroder Avus Herrn Philipp Graeter's, Hofmahlers, ein proavus HerrnM. Johann Christoph Graeter's, gewesenen Pfarrers zu Gülltstein,ein Abavus der Frau Prälatin zu Blawheuren, Hrn. M. Job.Joachim Bardilin's Eheliebstin, ein Atavus der Frau Visitations-CammerRath Gollin, einer gebornen Bardili'n." Ferner enthält dasBuch eine Reihe beachtenswerter Beiträge über die Besoldungs-verhältnisse in früheren Jahrhunderten, gibt vielfach heraldischeNotizen, macht häufig aufmerksam auf Epitaphieen und beschreibtsolche näher.
Besonders charakteristisch und culturhistorisch interessantsind aber die ebenso kurzen als treffenden Bemerkungen über ein-zelne Beamten, welche durch irgend eine hervorragende schlimmeoder gute Seite hiezu Anlass gaben. So wird z. B. von HerzogUlrichs Canzler, Dr. Fuchsensteiner, gesagt „Ein Mann von grossemVerstand und Billigkeit, der sich mit keinen Gaben corrumpirenlassen." Von einem anderen Beamten heisst es: „Ein gelehrter undexpediter Mann, ein redlicher statisticus und beliebter politicus."„Ein sehr laborioser Mann", „ein guter Concipist", „ein Mann von