GRAFEN V. WOLOWICZ.
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lialtenen Schild der Grafen v. Wolowicz rund und golden eingefasst an. Das Wap-penbild gestaltet sich ganz eigenthiimlich, lässt sich aber aus dem richtigen (s ohen)erklären Wer aber letzteres nicht kennt, muss noch dem genannten Wappenbuchedas Wappenbild so beschreiben, wie im N. preuss. Adelslexicon (IV. 352) ge-schehen ist, nämlich: sechs silberne Nägel zu dreien so gelegt, dass immer zweimit den Köpfen, und drei mit den Spitzen zusammen kommen, und auf diese Weiseein längliches Viereck bilden. — Okolski's Beschreibung; duae sagittae fractae itadispositae, ut unius spiculum versus coelum, alterius versus trrram dirigatur hatübrigens eine Abbildung hervorgerufen, welche zu der von Okolski gegebenen frei-lich nicht passt. Zwei ganze, in der Mitte gebrochene Pfeile sind so gestellt, dassdie Spitze des oberen nach oben und rechts, das Gefieder nach ohen und links,die Spitze des unteren aber nach rechts und unten, und das Gefieder nach untenund links stehen.
Alte und sehr angesehene, ursprünglich aus Litthauen stammende pol-nische Adelsfamilie, für deren Ahnherrn Stanislaus Wissigin, litlhauischerGrundbesitzer, gilt, welcher hei der Vereinigung Litthauens mit Polen aufdem Reichstage zu Ilorodlo, 2. Oct. 14 13, dem Stamme Bogorya einver-leibt wurde. Der Sohn desselben, Georg , welcher dem König Casimir IV.in Polen in der Schlacht hei Conilz, IS. Sept. 1454, das Leben rettete,bekam in Folge ungewöhnlicher Körperkrafl den Beinamen „Wol", auswelchem später der Geschlechtsname Wolowicz entstand. Die Nachkom-men Georgs gelangten in Lilthauen und Polen zu den höchsten geistlichenund weltlichen Würden. Eustachi v. Wolowicz, gest. 15S4, war Gross-canzler von Lilthauen und Castellan von Wilna, Gregor, des Letzleren Bru-der, Wojwode von Smolensk, ein anderer Eustach, gest. 1630, Bischof vonWilna, Hieronymus, gest. 1642, Starost von Samogitien, Paul, gest. 1641,Grossschatzmeister von Lilthauen, Wladislaus, gest. 1669, Wojwode vonWitebsk, Marcian, gest. 1707, Grossmarschall, Dominik, gest. 1752,Gross-Referendar von Lilthauen, und Anton, gest. 1769, Bischof von Lutzk.Ein anderer Anton , 1786 Grosslahnrieh von Litthauen und Castellan vonMerecz, wurde vom König Friedrich Wilhelm III. von Preussen 5. Juni1798 in den preussischen Grafensland erhoben und ist der nächste Stamm-vater des gräflichen Hauses. Von demselben stammte Graf Eustachius , gest.12. Sept. 1847, Herr der Herrschaften Dzialyn und Wilkovvo, sowie derGüter Malachowo und Opieczki und der Herrschaft Wasilewice, verm. mitJulie v. Brcza, geh. 1799, jetzt Wittwe. Der ältere Sohn aus dieser Eheist das jetzige Haupt des gräflichen Hauses:
Graf W1TOLD Sigismund Joachim Michael , geh. 18. Juli 1825. DerBruder desselben ist Graf Eustachius Joseph Michael Antyll, geh. 1. Oct.182S, und die Schwester Grälin Hedwig , geb. 21. Jan. 1830.
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