442
GRAFEN V. WENKIIEIM.
Grafen v. Wenklieim.
Hcilljolifd). ©eftmetdj.
Besitz: in Ungarn die Herrschaft Gyufa im Bekeser Comilatc.
Wappen: quadrirter Schild mit MiUelscbild. Im goldenen Mittelschildezwei mit den Sachsen gegen einander gekehrte, doch völlig von einander abgeson-derte Adlcrstliige), von welchen der rechte schwarz, der linke rollt ist. 1 und 4in Silber ein schrägrechter, rother, mit drei goldenen Sternen belegter Balken; 2und 3 in Blau ein silberner Halbmond mit Gesicht, welcher, schrägliegend, in jedemFelde Sicheln und Gesicht dem Mittelschilde zuwendet. lieber der den Schild be-deckenden Grafenkrone stehen vier gekrönte Helme. Der rechte trägt einen offe-nen Adlersflug, dessen rechter Flügel schwarz, der linke rollt ist; über dem zwei-ten Ilelme schwebt zwischen einem offenen, von Roth und Gold mit gewechseltenTincturen quergetheilten Adlerstluge ein goldener Stern ; der dritte trägt einen sil-bern geharnischten, nach rechts gewendeten, eingebogenen Arm, welcher in derFaust ein Schwert schwingt, zwischen zwei von Silber und Roth mit gewechseltenTincturen quergetheilten Büffelshörnern, und aus dem linken Helme wächst zwi-schen einem offenen von Silber und Blau mit gewechselten Tincturen quergetheiltenAdlersfluge ein rotli bekleideter, vorwärtssehender Mann auf, welcher eine rotbe,mit Pelz aufgeschlagene und links mit einer goldenen Feder besteckte Mütze trägt,mit der Rechten einen Säbel schwingt und die Linke in die Seite stemmt. DieDecken des rechten Helmes sind schwarz und golden, die des zweiten roth undgolden, die des dritten roth und silbern, und die des linken blau und silbern. —Wie beschrieben, kommt gewöhnlich das gräfliche Wappen vor, doch finden sichin einzelnen Zeichnungen die Flügel im Mittelschilde und auf dem rechten Helmeschwarz tingirt vor: eine Angabe, welche den bekannten Nachrichten über dasStammwappen nicht entspricht. Nach allen Annahmen war im Wappen der frän-kischen Familie v. Wenckheim der eine Flügel roth, der andere schwarz, und einStammbuch vom Jahre 1602, welches v. Meding (II. S. 654) benutzen konnte, so-wie Siebmacher (I. 101) ergeben den rechten Flügel roth, den linken schwarz.Demgemiiss sagt auch das Gen. Taschenbuch d. gräfl. Häuser (1854. S. 860), wel-ches nur den Mittelschild angeführt hat: in Gold ein rother und ein schwarzerAdlersflügel. Nur eine Einsicht in das freiherrliche und gräfliche Diplom kannGewissheit geben.