GRAFEN V. POSADOWSIil-WEIINER.
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Johann Skärbka (Scarlicc) v. Gora bekam 110!) den Namen Hahdank. Der-selhc war Gesandter des Königs Boleslav III. in Polen bei dem Kaiser Hein-rich V., und Letzterer zeigte ihm, wie man erzählt, seinen grossen Schatzan Gold und Silber mit den Worten: dieser Nervus rerum agendrtrum sollEuch Polen schon zu Paaren treiben, worauf der Gesandte Polens einengoldenen Hing vom Finger zog und denselben lächelnd mit dem Ausrufe:Jungalur aurum auro zu dem Golde warf. Der Kaiser sagte nur mit Lachen :Hab Dank, und davon soll das Geschlecht der Scarbek den Namen Hahdankangenommen haben. Wie übrigens dieser Name schnell entstanden ist, soverschwand derselbe später auch wieder, und im 15. Jahrhundert findetsich kein Hahdank mehr. Die Jangwitze oder Jenkowilze hatten schonfrüher den Namen Habdank abgelegt, und die anderen Glieder der Familienannten sich nach dem Stammhause Poslelwitz im Oelsischen, welchespolnisch: Posadowa hiess. Dieselben kamen anfangs unter dem Namen:v. Poslelwitz vor, und erst zu Anfange des 16. Jahrhunderts nannten siesich nach dem erwähnten Gute: v. Posadowski. Zuerst kommt unter die-sem Namen Johann v. Posadowski vor, welcher 1532 Landcs-Hauptmannder Fürstenthümer Oppeln und Ratibor wurde. Später entstanden mehrereLinien und Häuser, namentlich Lampersdorf und Corstadt im Oelsischen,und Rohrau, Schönfeld und Karisch im Briegschen, auch erwarb die Fami-lie Galwitz und Zantoch im Oelsischen, Gross-Schweinern, Eckersdorf,Neu-Vorwerk, Eichberg, Machnitz, Brinika etc.
Hans Ernst v. Posadowski, Herr auf Eckersdorf, k. k. Rath undLandcs-Ilaupimann des Fürstenthums Brieg, wurde vom Kaiser Joseph I.26. Mai (5. Juni) 1705 mit dem Zunamen: v. Postelwilz in den Freiherren-stand erhoben, und einer seiner Nachkommen — doch wohl der Enkel —Carl Friedrich , gest. 7. April 1747 als k. preuss. General-Lieutenant, Chefeines Dragonerregiments etc., wurde, wie das N. Preuss. Adclslexicon (IV.S. 48) und das Geneal. Taschenbuch der gräfl. Häuser (1845. S. 445) an-giebt, vom König Friedrich II. von Preussen, 20. Jan. 1743, für sich unddie Nachkommen des ältesten Sohnes in den preussischen GrafensUmd, undzwar nach dem Neuen Preuss. Adclslexicon (a. a. 0.) mit dem Zusätze:v. Webner, versetzt. Mit diesen Angaben stimmen nicht diejenigen, welchesich in den Mitlheilungen über die kün. preussischen Standeserhebungen indem Neuen Preuss. Adclslexicon (Bd. 1. S. 40 u, 41) finden. Nach diesenMitlheilungen ist zuerst, 20. Jan. 1742 der preussisclie Grafensland indie Familie gekommen, und der Bruder des Grafen v. Posadowski bat am24. Aug. 1744 dieselbe Würde erhalten. Der Zusatz: v. Wehner, ist nichtangegeben, auch fehlen überhaupt über denselben nähere Nachrichten ebenso, wie die neueren genealogischen Verhältnisse der Familie nicht genaubekannt sind. Bei einer der angeführten Erhebungen in den Grafenstandmuss das in Abbildung gegebene und beschriebene Wappen verliehen wor-den sein, während bei der anderen, nach den in Sammlungen so häufig vor-kommenden Lackabdrücken von Petschaften, im Schilde allein das Stamm-wappen : in Silber der blaue, in Form eines W eckig gezogene Querbalken,beibehalten, der Schild aber mit drei Helmen bedeckt wurde, von welchender rechte einen einwärtssehenden, gekrönten, wachsenden, silbernen Lö-