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3 (1854) A - Z
Entstehung
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330
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330 GRAFEN V. POSADOYVSKI-WEHNER.

Besitz:

Grafen v. Posadowski-Weimer.

©oanjjelifd). JJrcitlien.

die Majoratsherrschaft Glotlnitz und Cetilawa; die Rittergüter Dammilsck und Nie-der- und Mittel-Dalumer.

Wappen: quadrirter Schild mil Millelschild. Im silbernen Mittelschildeein blauer, in Form eines W eckig gezogener Querbalken (Stammwappen : HausAbdanlt). 1 und 4 in Silber ein reclitssekender, golden bewehrter, schwarzerAdler. 2 und 3 in Griin ein silberner, mit den Hörnern liuksgekehrter Halbmondmit Gesicht, welcher von einem goldenen, mit der Spitze nach oben gerichtetenl'feile schrägrechts durchbohrt wird. Auf dem Schilde stehen vier gekrönte Meinte.Der rechte Helm trägt einen rechtsgekehrten, wachsenden, gekrönten, goldenenLöwen; der mittlere den gekrönten, schwarzen preuss. Adler mit Scepter undReichsapfel und auf der Brust mit dein Namenszuge F. It. und darüber schweben-der Krone belegt; der dritte Helm einen die Sachsen eiuwärtskehrenden, schwarzenAdlersflügei, welcher mit dem, von einem Dfeile durchbohrten Halbmond des 2.und 3. Feldes belegt ist, und der linke Helm ein einwärtssehendes, wachsendes,silbernes Ross. (Der rechte, der zweite und der linke Helm gehören zum Wappender Grafen v. Posadowski: der rechte Helm ist nämlich der des Stammwappens,der linke kam bei Erhebung in den Freiherren- und der zweite bei der in denGrafenstand hinzu.) Die Helmdecken sind rechts blau und silbern, links griin undsilbern, und den Schild halten zwei auswärtssehende, gekrönte, goldene Löwen.Der eckig gezogene Querbalken des Mittelschildes wird auch als ein doppelt aneinander hängendes V und von Einigen als ein doppeltes M beschrieben. Der Löweauf dem Helme des Stammwappens sieht in mehreren Abbildungen links.

Die Grafen v. Posadowski stammen aus dem sehr allen und berühm-ten polnischen Geschlechle der Grafen v. Skarbie (Scarbec). Einer Sagenach soll der Ahnherr der Familie ein mulhvoller Soldat, Skuhow, gewesensein, welcher zur Zeit der Regierung des polnischen Fürsten Gracus einenDrachen dadurch gelüdlel habe, dass er auf denselben ein mit Feuer undSchwefel gefülltes Kalbfell warf, wodurch der Drache in Flammen gerielhund zerborst. Ein Nachkomme Skubows erhielt unter König Boleslaus I.in Polen vom Kaiser Otto III. gegen Ende des 10. Jahrhunderls die Grafen-würde, und ein Sohn desselben, Otto, wurde um 1083 Rischof von Krakau.