GRAFEN V. POLHEIM-WARTENBURG.
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den vorkommen, und dass in den Supplementen zu Siebmacliers Wappenliuclie dieSSule im 7. rotlien Felde auf einem goldenen Querbalken steht, in welchem einsilbernes Windspiel nach rechts läuft.
Wappen der Linie Polhcim-Wärtenburg: qu'adrirter Schild. 1 und 4 wieoben Feld 1 und 6 (Stammwappen); 2 und 3 wie oben Feld 3 und 8 (Tolzen-bacli). Auf dem Schilde erheben sich zwei gekrönte Helme, von welchen der rechteden beschriebenen Adlersflügel des Stammwappens, der linke den TotzenbachschenAdler trägt. Die Helmdecken sind roth und silbern. Wie beschrieben, giehtSpener und nach demselben v. Meding das Wappen der Freiherren v. Polheim undWartenburg in Folge des Diploms von 1507. Das Gencal. Taschenbuch der grafl.Häuser (1S54. S. 584) giebt dieses Wappen als das gräfliche, doch liess sich nichtgenau ermitteln, ob nicht bei Erhebung in den Grafenstand eine Vermehrung desWappens stattgefunden habe. Dies war auch der Grund, dass hier das Wappender Linie Polheim in Weiss zu Partz in Abbildung gegeben wurde, da dasselbe fürdie Heraldik und für Sachsen (s. unten) von grossem Interesse ist, und da nachdieser Abbildung, wenn das Wappen der Grafen v. Polheim Wartenlmrg nicht ver-mehrt wurde, dasselbe sehr leicht darzustellen ist. Dass übrigens Siehmacher(I. 21) irrte, als er das Wappen der Linie Polheim-Wartenburg unter dem Namen:Pulheim (Pollheimb) auf Partz gab, unterliegt keinem Zweifel. Das vor demselbenstehende Wappen: Freiherr v. Pollheimb, enthält das Polheimsche und das Eckard-sausche Wappen.
Eins der ältesten, angesehensten und reich begütertsten österreichi-schen Geschlechter, welches nach Georg v. Berg, dem Verfasser einer nachUrkunden bearbeiteten, 1G3G erschienenen Genealogie dieses Hauses, be-reits 909 die Wartenburg bei Vöeklabruck besass und dessen Glieder im11. Jahrhundert als Ministerialen der Herzoge von Sleier vorkommen. DerHauplslammsilz Pidheim bei Grieskirchen im Lande oh der Ens liegt längstin unscheinbaren Ruinen, die Burg Polheim an der Wels aber, welcheStammsitz einer Linie des Hauses war, zeigt noch im Verfalle Spurenfrüherer Grösse. Johann v. Polheim war um 1030 mit einer Tochter desHerzogs von Bretagne vermählt; Dietrich begleitete den Herzog Leopoldvon Oesterreich 1210 nach Palästina und starb im gelobten Lande; Albero,Herr zu Säusenburg, gest. 1253, Statthalter im Lande oh der Ens, zeich-nete sich als Feldherr im Kriege gegen den König Bela in Ungarn aus;Weikard, welcher ein noch erhaltenes Ghronicon Auslriac geschrieben,starb 1283 als Bischof zu Passau, und ein anderer Weikard (Weikard V.)1310 als Erzbischof zu Salzburg, doch soll Letzterer nach Anderen noch1315 geloht haben etc. — Was die verschiedenen Linien der Familie be-trifft, so giebt Graf Wurmbrand als Stammvater aller späteren Grafenv. Polheim den Philipp v. Polheim an, welcher um 1278 des Kaisers Ru-dolph 1. Rath und Feldherr gegen König Otlocar in Böhmen war. Philipphinterliess nämlich zwei Söhne, Gottfried und Werner , von welchen Er-sterer die Linie zu Wels (Weiss), Letzterer die Linie zu Wartenburgstiftete. Die Warlenhurgische Linie zerfiel durch zwei Söhne des Stifters,Weikard und Pilgrin , in zwei Aeste: Weikard , welcher sich um 1366 mitCalharina, der Letzten des Geschlechts v. Leibnitz vermählte, stiftete denLeibnitzsclien Ast in Steiermark, Pilgrin aber setzte dauernd denWartenburgischen Ast fort. Der Leibnitzische Ast ist zu Ende des16. Jahrhunderts erloschen, die Linie zu Weiss aber starb nach Einigen zuEnde des 17. Jahrhunderts, nach Anderen erst im 18. Jahrhundert aus,und so sagl auch noch Gauhe: „von Gundacker, k. k. Reichs-Ilofralh und
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