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284 GRAFEN O'JÜONNEL V. TYRCONELL.
Riedlingen über das urspriinglicbe Wappen des Geschlechts unrichtig sind. Nament-lich gilt dies von den Annahmen des Gen. Taschenh. d. gräfl. Häuser, und vondenen, welche Burke angeführt hat. Nach ersterem Werke (1853. S. 510 u. 511)ist der Schild von Gold und Roth schräge quadrirt. In der unteren goldenen Ah-theilung erscheint ein aus dem links anslossenden Roth hervorkommender, blaubekleideter, gebogener Arm, welcher in der Hand ein silbernes hohes Kreuz hält,dessen Querbalken bis in die Mitte der oberen goldenen Abtheilung hinaufreicht.Den Schild deckt die Grafenkrone, aus welcher sich der Arm des Schildes mitdem Kreuze erhebt, doch ist derselbe hier aufrecht gestellt und der nur wenigeingebogene Ellenbogen rechts gekehrt. Burke dagegen bestimmt das Wappen fol-gendermassen: Arms — Gu., issuing from the side of a shicld a cuoit sinisterarm, vested, az., cufifed, or, the band, ppr., grasping a cross, fitchee, of Ihe third.Crest — Two armed arms, embowcd ppr., crossing cach other in saltier, theband on the dexter side holting a heart, (hat on de sinisler a seimitar, oll ppr. -Lackabdrücke von neueren Petschaften aus der Familie in Deutschland zeigen denSchild des Stammwappens ganz so, wie das oben angeführte Grafendiplom bestimmtbat. Den von den erwähnten Schildhaltern gehaltenen Schild bedeckt einfach dieGrafenkrone. Petschafte, anscheinend in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhundertsgestochen, zeigen den Schild schräg quadrirt. Rechtes und linkes Viertel sind roth,oberes und unteres ohne Tinclur. Der Arm, welcher in der Hand ein langes, indas obere Viertel reichendes Kreuz hält, tritt nach unten zu aus dem rechtenrothen Viertel in das untere nicht tingirte. Den Schild deckt die Grafenkrone,und die Schildhalter sind die oben erwähnten.
Sehr alte Familie, welche nach Burke (A genealogieal antl heraklicDiclionary of Ihe Peerage and Baronetage of the British Empire), der die-selbe O'Donnell schreibt, auf Abkunft aus kön. milesischem (royal milesian)Geblüt Anspruch macht und ihre Abstammung von dem gemeinschaftlichenStammvater der O'Neills, Grafen v. Tyrone (eigentlich Könige von Ulster)und der O'Melaghans (Könige von Mealhi herleitet. Die sichere Stammreihebeginnt mit Hugh Oge, nach Anderen llugh Duffe, Oberhaupt (ehief) vonTyrconncI, gest. 5. Juli 1537, und Burke hat dieselbe in Bezug auf die jcLztin England blühende Familie, welche in der Person des Neale O'Donnell2. Dec. 1780 die Baronetwilrde von Irland erhielt, Ins auf den jetzigenvierten Träger derselben, Sir Richard-Annesley O'Donnell, of Ncwporl llouse,co. Mayo, möglichst genau angegeben. Was den hierher gehörenden jetztdeutschen Zweig der Familie, welcher nach dem Gencal. Taschenbuch dergrält. Häuser neuerlich O'Donnel geschrieben wird, anlangt, so dürfte dasWichtigste über denselben wohl Nachstehendes sein: Roderich v. O'Donnell,aus der Familie der O'Donnells, Schlossherren auf Dungall und Dynastenvon Tyrconell, wurde kurz vor der Einverleibung Irlands in Grossbritannienvom Könige Jacob 1. am 10. Febr. des ersten Jahres seiner Regierung inEngland, Frankreich und Irland, und im 37. jener in Schottland (1601) inden Grafenstand erhoben. Politische und kirchliche Verhältnisse nölhigtenbald den älteren Bruder des Roderich, Hugo, und später den Roderich selbst,zur Auswanderung in das katholische Ausland. Hugo wurde vom KönigePhilipp III. von Spanien ehrenvoll aufgenommen und auch von dem PapstePaul V. väterlich empfangen. Seil dieser Zeit widmeten sich die Nachkom-men dem Dienste der spanischen Linie Oesterreich, und seit dem Anfangedes vorigen Jahrhunderts dem der k. k. österreichischen Monarchie und er-warben sich hohen Ruhm, namentlich im Kriege. Johann Graf v. O'Donnell,k. k. Feldmarschall-Lieutenant etc., zeichnete sich am 5. Dec. 1757 hei