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GRAFEN KAROI.YT V. NAGY-KAROI.Y.
Falke, welcher in der anfgehubencn rechlen Klaue das rolhe Herz hält; auf demSchilde ruht die Grafenkrone. - Das Geneal. Taschen!), der gräfl. Hiiuser (1854.S. 3711 beschreib! das Wappen, wie folgt: in Blau eine silberne Taube, welcherechtsgekehrt mit aufgeschwungenen Flügeln auf einein grünen Dreihügel stell! undin der rechten erhobenen Klaue ein rotlies Herz hält. Bei dieser Beschreibung istnur auf den Mittelschild Rücksicht genommen, für welchen aber nach allen Siegelnder Familie die beschriebene Schlange wesentlich ist. Allerdings scheint jetztmeist nur der Mittelschild geführt zu werden. Denselben halten gewöhnlich zweiauswärtsseliende Löwen mit Fahnen in den freien Franken.
Eine der iilleslen, angesehensten und berühmtesten ungarischen Fa-milien, deren jetziger Stammsitz, das gleichnamige Scliloss mit Marktfleckenund Congregationsort, in Ober-Ungarn im Kreise jenseits der Theiss undzwar in der Szathmarer Gespanschaft liegt. Die Stammreihe der Familie,welche im Laufe der Zeit sich weit ausgehreitet hat, zu grossem Grund-besitz gelangle, und deren Glieder, welche hohe Würden bekleideten, inder Landesgeschichte oft genannt werden und mit den angesehensten un-garischen Familien durch Vermählungen in verwandtschaftliche Beziehungkamen, ist seil dem 13. Jahrhundert bekannt. Lehotzky beginnt (II. p. 58)dieselbe mit Joannes . Von demselben stammte Simon Magn. de Kapion,dictus Kazliani, 1291. Von diesem Simon giebt' Stephan Göncz, der be-kannte llisloriograph dieser Familie, dasselbe an, was Lehotzky von derFamilie Bocskai und anderen erwähnt hat. Es ist dies die alte Sage, welchenach einem Grabsteine in Szerdahely Wolflgang Belhlem (VI. 328 undUngar. Magazin II. 161) erzählt hat und welche Bucelini in Bezug auf die,freilich einer früheren Zeit angehörende Gräfin Izenhurg, Schwester KaisersCarl des Grossen, angeführt hat. Dionysius Micsban, spanischer Graf undgegen den König der Tarlaren, Balus, kämpfend, soll mit seinem Sohne,Simon, und seiner Tochter, Conslantia, Gemahlin des Königs Emmerich inUngarn, um 1200 nach Ungarn gekommen sein. Dem Dionysius, oder,was annehmbarer scheint, dem Enkel desselben, Dancs oder Daniel deSzerdahely in dem Zempliner Comitale sollen von seiner Gemahlin in Boro-styankeö oder Poiaislyan in der Zempliner Gespanschaft durch eine Geburt7 Sühne geboren worden sein. Sechs derselben habe die Mutter einem.Diener gegeben, um dieselben den Wellen zu überliefern, doch sei derVater auf der Rückkehr von der Jagd auf den Diener geslossen und habedieselben zu erhalten befohlen. Von diesen sieben Söhnen stammten, wieman annehmen will, sieben berühmte Familien ab und die letzte der-selben sei die Familie Bocskay. Die Redaction hat durch diese Angabe nureiner alten Sage ihr Recht gelassen: solchen Sagen liegt ein historischerGrund unter, wenn auch die spätere Zeit die Wahrheit vielfach verunstaltethat. Hier soll das Anführen dieser Sage nur beweisen, dass die FamilieKarolyi zu den ältesten Familien Ungarns gehört. Von dem erwähntenSimon läuft die Stammreihe durch folgende Glieder fort: Andreas Ordöiig,— Simon , 1374, — Michael Magnus de N. Käroly, — Rartuolomäus,1378, — Joannes , nach Anderen: 1396 Marcpiard, — Ladislaus, —Jacob, — Peter, — Michael , und Michael (IL) 1626. Von Michael (II.)stammten drei Söhne, Ladislaus , gest. 1659, Nicolaus und Adam . Ladis-laus und Adam pflanzten den Stamm fort: Letzterer nur durch zwei Töch-