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3 (1854) A - Z
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176
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GRAFEN V. IMSLANH-HOCHENECfK.

milleln. Den beschriebenen Wappenschild hält nämlich auch mehrfach unterwärtsmit der Rechten ein silbern geharnischter Ritter, dessen Visir geschlossen ist.Auf dem Helme desselben ruht ein Fürstenhut, und über demselben erheben sichfünf silberne Straussenfedern. In der Linken hält der Ritter an einer goldenenStange eine nach links wehende, unten an jeder Seite mit einer goldenen Quastebesetzte rothe, mit einem silbernen Malteserkreuze belegte Fahne. So kommtdieses Wappen im Kalender des k. bayer. Haus-Ritter-Ordens vom heiligen Georgvor. Eine zweite Abbildung in demselben Kalender weicht nur in so weit von der-selben ab, als das Visir des Ritters nur an den Seiten geschlossen ist, auf demFürstenhute des Helmes drei Straussenfedern stehen und die in der Linken gehal-tene rothe Fahne auch mit goldenen Fransen besetzt ist. Was das Wappen desGeschlechtes Hoheneck (Hocheneclt) anlangt aus welchem Geschlechte der umGenealogie und Heraldik so hochverdiente Johann Georg Adam Freiherr v. Hoheneck,der bekannte Verfasser des trefflichen, jetzt selten gewordenen Werkes : Genealo-gische und historische Beschreibung der Löhlichen Herren Stände des Erzherzog-thums Oesterreich ob der Enns, 3 Theile, Passau 1727 1747 (oder 2 Bände nebstSupplementband, Passau 17271732t, stammte so war das alle Stammwappender Hoheneck von jeher in Gold ein schwarzer Ochsenkopf mit blutigen Hörnern.Das Wappen der Freiherren und Grafen v. Hoheneck der österreichischen Haupt-linie, wie dasselbe Kaiser Ludwig von Rayern in der ersten Hälfte des 14. Jahr-hunderts dem Geschlechte ertheilt hat, war ein von Silber und Schwarz gcschachterSchild, welcher oben rechts eine ledige, goldene Vierung (Ehrenwinkel) hatte. Inder Mitte war dieser geschachte Schild mit einem silbernen Mittelschilde belegt, inwelchem der schwarze Ochsenkopf mit Hals und von Blut gefärbten rothen Hörnernstand. Den ganzen Schild hielt ein geharnischter Mann mit der Linken vor sichauf die Erde, welcher in der Rechten eine Hellebarde trug. Auf dem gekröntenHelm des Wappenhalters stand zwischen einem offenen, quergetheilten, unten vonSchwarz und Silber geschachten, oben goldenen Adlersfluge ein goldener Ochsen-kopf mit von Blut gefärbten Hörnern. Zu den Füssen des geharnischten Manneslag schräg ein silbernes Schildchen mit zwei blauen, mit den Barten aufwärts,gerade aufgestellten Schlüsseln: dem Wappen der Schlisselberger und der Seniorats-Herrschaft Schlisselhcrg. Die Helindccken waren silbern und schwarz. Nachdem oben angeführten Wappenkalendcr des k. bayer. Haus-Ritler-Ordens vom hei-ligen Georg führt Ferdinand Maria Edler Panner- und Freiherr v. Imsland, Grafv. Hoheneck das Wappen mit dem Schildhalter, wie oben beschrieben, und daszweite Wappen ist a. a. 0. dem Freiherrn Johann Nepomuk beigelegt. Das Hohcn-ecksche Wappen ist also durch die weiter unten angeführte Adoption in das 1ms-landsche Wappen nicht übergegangen. Der Wappenhaltcr hei beiden Wappenist allerdings befremdend, doch ist jeder von dem anderen verschieden; der desHoheneckschen Wappens wird als geharnischter Mann beschrieben, der des Ims-landschen ist ein Johanniter-Ritter, wie sich weiter unten ergiebt. IJass Letzterernicht durch den des Hoheneckschen Wappens entstanden ist, erhellt schon daraus,dass die unten näher angeführte Adoption erst 1796 erfolgte und der Imsl'andscheSchildhalter schon in Tyroffs N. A. W.-ß. Bd. I. Tb. 3. Taf. 255, welcher Bandfrüher erschien, vorkommt.

Die Grafen v. Imsland-Hoheneck (Imsland-Hocheneck) stammen ausder bekannten allen Familie der Freiherren v. Imsland, und der Heiname:Hoheneck ist durch Adoption hinzugekommen. Das Haus Imsland ist nachSchachtner (Iiistor. Genealogie des Hauses Imsland, Salzburg, 1719) einalles rheinländisches Geschlecht, welches sonst Palland hiess und sich fastfortwährend den Kriegsdiensten, besonders als Malleser zur See, und denGesandtschaften gewidmet hat. Sebastian, welcher 1453 als Commandanteiner Malteser-Escadron schwer verwundet wurde, erhielt sterbend vondem Obern des Ordens die Malteserfahne verehrt, um dieselbe für immervon seinen Nachkommen im Wappen führen zu lassen. Reinhard Imslandzog in Ungarn, Polen und Russland weit umher, befehligte unter Kaiser