GRAFEN V. HAXTHAUSEN.
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pcn). 1 und 4 in Gold ein zweiköpfiger, golden bewehrter, schwarzer Adler; 2 und3 in Riau ein nach einwärts aufspringendes, silbernes Pferd (Feld 1 — 4 sind heiErhebung in den Grafenstand hinzugekommen). Ueber dem Schilde stehen dreigekrönte Helme. Der rechte trägt den Adler des t. und 4. Feldes; der mitt-lere einen offenen, rothen Adlersdug, dessen rechter Fliigel schräglinks, derlinke schrägrechts mit dem Wappenbilde des Mittelschildes belegt ist (Helm desStammwappens), und der linke drei Straussenfedern, silbern, blau, silbern (derrechte und der linke Helm sind bei Erhebung in den Grafenstand hinzugekommen).Die Decken des rechten Helmes sind schwarz und golden, die des milderen rothund silbern und die des linken blau und silbern. Den Schild hallen zwei cin-wärtssehende, silberne Pferde, und die Devise ist: qua pia fala.— Wie beschrie-ben, giebt dieses Wappen auch das Wappenbuch des Königreichs Bayern (XII. 9).
Das gräfliche Wappen nach dem kün. dän. Grafendiplome vom 6. April 1736bietet nach dem Lcxicon over adelige Familier i Danmark etc. (I. S. 229 und Tab.XLV. 208) einige Verschiedenheiten dar: im Mittelschilde liegt das beschriebeneWappenbild schrägrechts; das Pferd im 2. und 3. Felde springt nicht nach derrechten Seite auf, sondern rennt nach derselben, auf dem linken Ilclme stehtzwischen zwei silbernen Straussenfedern eine rothe, die Helme sind ohne Decken,und aus der Mitte der rechten, sowie der linken Schildesseite bricht auswärts einsilbernes Boss hervor, welches den Kopf nach einwärts zurückwirft.
Sehr altes westphälisches Rittergeschlecht, welches aus der Umgegendvon Paderborn stammt, wo noch eine Gegend: der Haxtergrund und dasIlaxterholz, welche bis auf die neueste Zeil Eigenthum der Familie geblie-ben sind, den Familiennamen trägt, welcher in den ältesten Urkunden:Ilaxter geschrieben wurde. Die Haxthausen waren mit den Brenken undden erloschenen Stapel und Krevet die qualuor nobiles columnae, oder no-liiles villici der Hoch- und Cathedralkirche von Paderborn. Die Familiezählte auch zu den reichsritterschaftlichen Geschlechtern in Franken, inder Wetterau und am Rhein und besass im Fürsienthum Paderborn dasErb-Hofmeisteramt. Nach einer Sage, welche sich in der Familie erhaltenhat, soll das Geschlecht von einem berühmten Kriegshelden des 13. Jahr-hunderts abstammen, welcher von den Königen von Jerusalem Ehrenpreiseund Lehen erhalten habe, dessen Nachkommen aber aus diesen Lehen vonden Saracenen vertrieben worden wären und sich in Westphalen niederge-lassen hätten. — Die Familie breitete sich im Mittelalter sehr zahlreich ausund der Besitz derselben bestand später aus sehr vielen Gütern. In West-phalen besass das Geschlecht die Güter Abbenburg, Thienhausen, Böken-dorf, Hellersen, Vörden, Welda, Lippspringe, Marienloh, Borchen, Etteln,Bredenhorn, Rütenbrock, Aussei, Sandebek etc., in Franken das reichsritter-schaftliche Gut Bellerheim, in der Wetterau Georgenhausen und zehn an-dere Güter, im Hannoverschen Feuerschütz, Bostel etc. — Im 15. Jahr-hundert theilte. sich die Familie in zwei Hauptlinien, in die Abbenburger,oder weisse, und in die Thienhauscr, oder schwarze Linie. —Seifert (Ahnentafel der Freiherren v. Görtz) beginnt die Stammreihe mitGurt v. Haxthausen, welcher im Anfange des 16. Jahrhunderts lebte. Vondem Enkel desselben, Eimerhausen v. Haxthausen, stammte Moritz, Herr zuAbbenburg, fürstl. münslerscher Oberst, und von diesem Hermann Christian,gest. 1663, fürstl. münsterscher Kammerjunker. Die letzten beiden hatauch v. Meding (I. S. 234) angeführt. Gegen Ende des 17. Jahrhunderlsbreitete sich durch Christian August v. Haxthausen, kursächs. Geh. Rath,das Geschlecht auch in Sachsen aus und erwarb hei Dresden das Gut I'eetz-
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