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3 (1854) A - Z
Entstehung
Seite
148
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GRAFEN V. GRABOWSKI.

Grafen v. GülzendoiT- Grahowski nach dem Diplom vom 19. Sept. 178G findet sichim Wappenbuch der preuss. Monarchie (I. 431. Der Schild war rund und mit gol-denem Schnitzwerk unigehen. Im rollten Schilde stand mit den Sicheln nach übenein silberner Halbmond, welcher von einem aufrechtgestellten blanken Schwert mitgoldenem Grille durchstochen wurde. Den Schild deckte die Grafenkrone, undaus derselben brach ein rechtsgekehrter, golden gekrönter und bewehrter schwar-zer preuss. Adler hervor. Den Schild hielten zwei mit Laub umgürtete ein- undvorwärtssehende wilde Männer, welche auf Kanonenläufen standen und auf diesemit der freien Hand ihre Keulen stemmten lieber den Kanonenläufen standenArmaturen und Fahnen und unter denselben Pauken und Trompeten. Das Wap-pen des Astes der Familie v. Grabowsiii, dessen Grafenwürde vom König FriedrichWilhelm III. von Preussen 1. Dec. 1816 anerkannt wurde, ist nach dem W.-B. derpreuss. Monarchie (1. 44) folgendes: Schild mit goldener, mit goldenen Nägeln be-schlagener Einfassung. Im rothen Schilde ein mit der Schärfe nach rechts gekehr-tes silbernes Beil an braunem Stiele. Den Schild umfliegt ein rolher, weiss ge-fütterter Wappenmantel. Denselben deckt die Grafenkrone, und auf derselben stehtschrägrechts mit.der unteren Spitze der Scharfe das Beil des Schildes.

Sclir alte, schon im 13. Jahrhundert bekannte polnische Adelsfamilie,welche den Namen vom Stammgute Grabow« in Pommerellen führt, sichweit ausgehreitet hat und reich an verdienstvollen und berühmten Gliedernund an grossem Grundbesitz geworden ist. Benjamin Comes in Grahowo,Palatiu von Posen, stiftete 1230 das Cislercienser-Klosler zu Filehne. 12S3zog ein Theil der Familie unter Bartholomäus v. Grabowski mit dem Her-zog in Polen Leszek dem Schwarzen nach Ungarn und siedelte sich heiMiskolez an der Theiss an. Stephan v. Grabowski, Haupt des in Pommorcl-len gebliebenen Zweiges, wurde 1354 vom Hochmeister des deutschen Or-dens, Willrich v. Knyprode, mit der Herrschaft Giilzendorf belehnt undseitdem führt die Familie den Beinamen Giilzendorf. Als Pommerellen anPolen zurückfiel, wendete sich auch dieser Theil der Familie unter Frankv. Grabowski, Sohne des Stephan, 1379 nach Ungarn, und die Sühne des-selben, Johann und Farureus, hielten sich spater am Hofe des Königs Sigis-mund auf, eilten alter, als König Wladisläs V. in Polen gegen die Kreuzritterzog, mit ihren Getreuen den Landsleulen zu Hülfe, und kämpften 22. Juni1412 in der Schlacht hei Tannenberg in den vordersten Reihen. Dem bisdahin aus einem wachsenden, oben von zwei Sternen beseiteten Monde be-stehenden Wappen fügten dieselben ein Schwert und auf dein Helme dasKreuz der deutschen Ritter hinzu, und dieses Wappen wurde Zbieswitz,d. h. Iiis zum Frühroth kämpfend, genannt, weil die Träger desselben diefliehenden Kreuzritter die ganze Nacht bis zum Morgen verfolgten. 1412wohnten die genannten beiden Brüder auch dem Turniere hei, welchesKönig Sigismund dem Könige Wladislas V. in Polen zu Buda gab. Johannliel später, 1433, bei Körnitz und der Sohn desselben, Paul, wurde beiVarna, 1 I. Nov. 1444, von den Türken gefangen, entfloh aber und starb1479 als Bischof von Chelm. Von dem Sohne des Farureus, Matthias,slaminte Habtmann v . Grahowski, geb. 1501, gest. 1588, Rittmeister inDiensten des Herzogs Albrecht von Preussen. Derselbe hinterliess aus ersterEhe mit einer Freiin v. Stolpmann einen Sohn, Albrecht , Fahnenträger vonSchlohem, welcher 1577 hei Luhieszdw gegen die Danziger fiel, und auszweiter Ehe mit einer v. Damitz einen Sohn, Nicolaus, venu, mit Sophiaaus der Genueser Familie Balbi. Aus Albrechts Ehe mit Dorothea v. Wolska