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3 (1854) A - Z
Entstehung
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GRAFEN V. FERRARI.

welche einen gewöhnlichen Schild, bedeckt mit einer fiinfblättcrigcn allen Krone,zwischen deren Blättern vier Perlen stehen, und gehalten von zwei auswärlssehen-den, goldenen, doppelt geschweiften Löwen, zeigen, ist die untere Hälfte von Roth,Gold, Roth, Silber, Roth und Gold sechsmal qucrgetheilt.

Das grafliche Ilaus Ferrari ist im Geneal. Tasclienbuehe - der gräfl.Häuser seit dem Jahre 1 S40 aufgeführt: im Jalirgange 1840 ohne Angabeder Geburtstage der Kinder des Familienhauplcs, seit 1841 aber mit An-gahe dieser Tage. Seit letztgenanntem Jahre ist dieser Artikel Iiis auf daslaufende Jahr unverändert immer wieder aufgenommen worden: die Familiescheint sich für denselben nicht interessirt zu haben, und docli wünschtdie Wissenschaft Näheres filier dieses Haus, namentlich ob dasselbe mit dergräflichen Familie v. Ferraris in Verbindung siebt, deren Wappen, wie dieRedaction glauben muss, das Geneal. Taschenbuch der gräfl. Häuser demHause Ferrari beigelegt bat. Im Jahrgänge 1844 wurde das Wappen, wiefolgt, beschrieben: in Gold ein schwarzer, gekrönter Löwe, welcher in derHechten einen eisernen Rost hält; über das Ganze ist ein rotlier Querbalkengezogen. Dieses Wappen ist das der Familie-Ferrari de Gradi und Sieb-machers Wappenbuche (IV. 59) entnommen. Seil 1845 wurde das Wap-pen, wie oben erwähnt, bestimmt. Das Ilaus Ferraris ist ein altes,lothringisches Adclsgeschlechl, welches die Grafenwürde erhalten hat, undmit Joseph Grafen Ferraris 1735 nach Oesterreich gekommen und zu hohemAnsehen gelangt ist. Graf Joseph, geb. 20. April 172G zu Luneville, undgest. I. April 1814, ging als Edelknabe der verw. Kaiserin Amalia, Wittwedes Kaisers Joseph I., in k. k. Kriegsdienste und stieg bis zum Vicepräsiden-ten des Ilofkriegsralhes und k. k. Feldmarschall. Für ansehnliche in Loth-ringen und Belgien verlorene Gitter erlheille Kaiser Franz II. demselben1793 das Indignität im Königreich Ungarn, und verlieh ihm 1795 das GutSt. Hubert in der Torcnlhalcr Gespanschaft, nebst dem aus besondererGnade für des Grafen Joseph einzige Tochter hinzugefügten Erbrechte aufdieses Gut. Weitere Nachkommen und Verwandle sind nicht aufzufinden.Das Ilaus Ferrari scheint italienischen Ursprunges zu sein, und der Namevielfach in Italien vorzukommen. Ein v. Ferrari in Vicenza erhielt 7. Juli1708 den preuss. Freiherrenstand, und Angelus Maria Ferrari, von Fiarirode Solln im Yal de Ledro in Tirol, wurde 1798 mit dem Prädicate:v. St. Martin und v. Consiglio in den Reichsadelstand versetzt. Die FamilieFerrari de Gradi ist oben erwähnt worden, auch haben sich einige italie-nische Familien dieses Namens in Deutschland niedergelassen. Genaue An-gaben über die Grafen v. Ferrari und das Wappen derselben würden Genea-logen und Heraldikern gewiss erwünscht sein.

Das jetzige Haupt der gräflichen Familie ist:

Graf JOHANN Baptista Angelus , verm. mit Julie Burger, geb. 1815,gest. 6. Jan. 1839. Aus dieser Ehe stammen zwei Söhne, die Grafen:Julius , geb. 1830, und Alpiions , geb. 1838, und drei Töchter, die Gräfin-nen: Johanna Angelica , geb. 1836, Malwina , geb. 1837, und Eleonore,geb. 1839.