grafen v. blome.
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Dietrich v. Blome (Blum, Blumen) führte 1400 eine Schwadron Reiler ausBraunschweig nach Holstein, machte sich in Holstein ansässig, vermähltesich mit einer Tochter des Schack v. Ranlzow und pflanzte sein Geschlechtfort. Von den Nachkommen desselben zeichneten sich die Gebrüder, Ifansv. Blome, Herr auf Seehedorff, und Heinrich v. Blome, Hauptmann zu Got-torp, um 1500 im Dithfüarschen Kriege sehr aus und fielen im Kampfe.Hans v. Blome, Herr auf Seehedorff, Rath und Hauptmann zu Hadersleben,und Dietrich v. Blome, Herr auf Hornstorf!', waren 1 580 als Rälhe bei demErbvergleiche, welchen König Friedrich II. von Dänemark mit dem HerzogAdolph in Holstein errichtete. Otto v. Blome kommt 1640 als herz, hol-steinisch-gotlorpischer Landrath vor, Hans v. Blome war Ober-Land-Jägermeister, und Wölfl' und Dietrich v. Jflonie werden 1698 als k. däu.Geh. Rälhe und Ritter vom Danehrog aufgeführt. - Im Laufe der Zeit stiegdas Ansehen der Familie immer mehr, dieselbe zählte zu den angesehen-sten Geschlechtern des Herzogthums Holstein, bekleidete hohe Staatsämterund erwarb sehr bedeutenden Grundbesitz (s. Lexicon over Adelige Fami-lier i Danmark etc. I. S. 61). — Im 17. Jahrhundert breitete sich dieFamilie auch in Oeslerreich aus und der von Weingarten (Fürstensp.S. 375) erwähnte und vom Kaiser Leopold I. in den Freiherrenstand erho-bene Georg Heinrich Freiherr v. Blum, 1666 k. biihm. Appellationsralhund früher kaiserl. Resident am kursächs. Hofe, gehörte zu diesem Ge-schlechLe, welches bis vor etwa 30.Kahren auch in Oesterreich geblüht hat.
In Dänemark kommt die Familie jetzt theils im Lehensgrafenstande,(heils im Freiherrenstande vor. Es wurde nämlich Otto v . Blome, Herr zuHeiligenstetten, Bahrenfleth, Campen, Beckhof und Beckmüiide, k. däu.General-Lieutenant und Gesandter am kais. russ. Hofe, mit dem ältestenSohne seines verstorbenen Bruders, des k. dän. Kammerherrn Friedrichv. Blome, Herrn zu Saltzau und Blomes-Wildniss, Otto v. Blome (s. unten)Herrn zu Saltzau, Blomes-Wildniss etc., k. dän. Kammerherr und Ritt-meister, laut Resolution des Königs Friedrich VI. von Dänemark vom11. Sept. 1SI9 in den k. dänischen Lehensgrafenstand erhoben. Das be-treffende Patent ist e&l nach einigen Jahren, so viel bekannt, um 1824,ausgefertigt worden.
Das Haupt der Familie der Lehensgrafen v. Blome ist:
Graf OTTO, geh. 1. Ocl. 1795, k. dän. Lehensgraf, Kammerherr undGeh. Conferenzrath, Erb- und Majoratsherr zu Saltzau und dem bahren-flether Fideicommisse nebst den Gütern Sophienhof, Seikau, Charlottenllialund Ollenhof, Herr zu Lammershagon, Friedeburgund Blomenberg, wieauch der Herrschaft llagymadfalvd in Ungarn, venu, in erster Ehe 1823 mitAgnes Prinzessin v.Sayn-Wittgenstein-Hohenstein, gesell. 1825, in zweiter,1828, mit Clementine Prinzessin v. Bragation, gest. 29. Mai 1829, und indritter, 12. Mai 1837, mit Julie Friederike Sophie Gräfin v. PlaLen-lIaller-mund — Tochter des Grafen Georg Wilhelm Friedrich (s. Bd. II. S. 206)geb. 6. Nov. 1811. Aus zweiter Ehe stammt Graf Otto Paul JuliusGustav , geb. 18. Mai 1829, und aus driller Ehe Gräfin Aiielike , geh.14. Febr. 1838.
Die Geschwister des Grafen Otto, ein Bruder und zwei Schwestern,