GRAFEN V. ISGOME.
Grafen v. Blome.
ffutljcrifdj. JD'imeinorh ttitb ©cflrrrndj.
Besitz : (Ins Mnjornl Snllznu; die bnhi'onlle.llicr Fiileicommisso nebst den Gütern Sopicn-lior, Selb,in, Chnrloltcnthal und Ollnnbnr; die Güter Lnmmershagrn, Friodeiiurgund Bionienborg etc., und in Ungarn die Herrschaft HggymadsFaivä mit fünf Ort-schaften.
Wappen: im blauen Schilde ein nach der rechten Seile aufspringendessilbernes Windspiel mit goldenem Halsbande. Auf dem Schilde steht die Grafen-krone, und auf derselben erheben sich drei gekrönte Helme. Aus dein rechtenHelme springt nach einwärts das Windspiel des Schildes auf; der mittlere Helmträgt einen Pfauen schweif von zehn Federn (5 und 5) (Helm des Stammwappens),und der linke einen wachsenden, cinwärtssohendcn goldenen Löwen. Den Schildhalten zwei gekrönte, auswärlssehende goldene Löwen, und das Ganze umfliegtgewöhnlich ein mit einer Krone bedeckter Wappenmantel. Die Helmdecken sindblau und silbern. Diese Angaben wurden Lackabdrücken von Petschaften entnom-men. — Was das Stammwappen anlangt, so springt nach dein Dänischen Wappen-huclic (1. X) der silberne Windbund mit goldenein Halsband nicht nach der rechtenSeite des blauen Schildes auf, sondern läuft nur, wie gewöhnlich, nach dieser Seile.Auf dem Helme steht ein Pfauenschweif von acht Federn (4 und 4). Im Johan-nitefotden findet sich nach Dienemann (S 339, Mo. 32) im blauen Felde einspringendes silbernes Windspiel mit Halsband und ein PFuuenschwanz von acht(5 und 3) Federn. Die Helmdeclteri sind, wie erwähnt, blau und silbern. Angelus(Holst. Chronik, S. 40) kehrt das Windspiel links. Dieselbe Stellung giebl Sieb-niaclicr (III. 154) an, welcher wohl die Abbildung aus der erwähnten Chronik ge-nommen bat. — Das Wappenbuch des Königreichs Hannover (A. 16) iässt aus demrechten Helme das Windspiel des Schildes aufwachsen und giebt die Devise: AulMors Aul Vita Dccora an. Nach dem Gen. Taschenb. d. gräfl. Häuser 11854. S.90)ist das Halsband des Windspiels im Schilde und auf dem rechten Helme rotli undmit Edelsteinen verziert.
Sehr alte holsteinische Familie, welche, wie Angelus (Holst. Chronik.S. 40) angiehl, aus dem Braunschweigisch-Lünchurgischen stammt, inBraunschweig aher um die Mille des 16. Jahrhunderts ausgegangen ist.