VI
VORWORT.
chen ich mich hei Bearbeitung der ersten beiden Bände schon ver-lassen konnte, und wohl mit manchem Rechte waren Einige meinergelehrten Freunde der Meinung, dass eine Fortsetzung meines Wer-kes, wie dieselbe der ausgegebene Prospect in Aussicht stellte, garnicht zu schreiben sei. Ich habe diese Fortsetzung geschrieben,und überlasse die Beantwortung der Frage, wie dieselbe geschrie-ben sei und wie ich den Boden unter mir zu befestigen suchte,allen Denen, welche sich in ähnlichen Arbeiten irgend versuchthaben. Beurtheiler vom Fache, so wie die Familien mögen nurnicht übersehen, dass ich versprochen habe, auf 30 Druckbogen224 Grafenhäuser abzuhandeln: es war also nöthig, eine Gränzezu setzen, denn wo wäre dieselbe sonst zu finden gewesen? Daserfolgte pünktliche Einhalten dieser Gränze verbürgt wohl eine Ar-beit nach festem Plane, und ich wünsche, dass derselbe gebilligtwerden möge.
Die Wappenbilder glaube ich auch in diesem Bande richtigbestimmt zu haben. Ueber die Stellung derselben und über dieFarben liesse sich wohl, wie ich gern zugebe, in einzelnen Fällenstreiten, doch würde ein solcher Streit oft unentschieden bleiben.Ich würde stets Beweis aus den Diplomen verlangen, mancheDiplome sind aber nicht mehr vorhanden, und mehrere der nochvorhandenen sind nicht zugängig. Werden doch viele Petschaftejetzt nur nach Wappenbüchern gestochen, und wie mehrere derletzteren zusammengestellt worden sind und noch zusammengestelltwerden, ist den Kennern der Heraldik nicht unbekannt. So weites möglich war, hoffe ich mich an diejenigen Lackabdrücke undAbbildungen gehalten zu haben, welche besonders der Beachtungwerth schienen. Von den so häufig vorkommenden Varianten dürfteich die wichtigsten angeführt haben: Weiteres lag ausserhalb desPlanes dieser Arbeit.
Im genealogischen Theile habe ich, wie mehrfach gewünschtwurde, auch den weiblichen Stamm angeführt, und die Angabendieses Bandes mit denen der ersten Bände bis auf die letzten Blät-