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existirte schon lange an den werleschen Höfen (man vgl.Urk. v. 30 Jun. 1345 und 4 März 1357). Ungefähr zu der-selben Zeit als die übrigen Fürsten des nordöstlichen Deutsch-lands erbliche Ilofäinter gründeten (vgl. zur Urk. v. 4 März1357), geschah dies auch im dritten Viertheil des 14. Jahr-hunderts in den Ländern der Fürsten von Werle. Ueberdas erbliche Marschallamt im Lande Werle-Güstrowbesitzen wir die Stiftungs-Urkunde vom 1 Mai ]372 (vgl.oben), durch welche der Familie von Lewetzow die Würdeverliehen und das Gut Klenz („Wokelenze") als Oflicial-gut dazu gelegt ward. In dem Lande Werle-Goldbergwaren die üHaUiatt von Schorssow ungefähr seit der-selben Zeit Erblandmarschiille. Die erste Urkunde, inwelcher ein JUaltjatt, nämlich Maltzan von Schorssow,als Marschall vorkommt, ist die vorstehende vom 13 März1374; es ist aber mehr als wahrscheinlich, dass den üJlaltjattdie Würde schon früher verliehen ward: denn am 13 März1374 war Maltzan schon im Besitze der Würde, dieserJ®taft)an Itott Scfjotööol» hatte zu der Zeit wohl nochkein besonderes Verdienst, welches ihn zu der ersten Ver-leihung hätte berechtigen können, dagegen war sein Vaterfgetttttcij JMattjatt, der am 2S Jun. 1372 zuletzt vorkommt,vieljähriger erprobter Diener des Hauses Werle-Goidherggewesen, so dass dieser eine solche Erhebung vor allenAndern verdiente (vgl. Urk. v. 30 Jun. 1345). Man kanndaher füglich annehmen, dass jöeütrtcf) üJtaftjau (f 1372)der erste E r b I a n d in a r s c h a 11 des Hauses Werle-Goldberg war und die Würde am Ende seines Lebensungefähr gleichzeitig mit den von Lewetzow empfangenhatte, wahrscheinlich etwas früher, als diese.
Wie in Pommern, brachten auch im Hause Werle dieLandestheilungen und das Erlöschen einzelner Linien derFürstenhäuser Irrungen über den Besitz der Erbämter. Mitdem folgenreichenEreignis.se des Aussterbens des fürstlichenHauses Werle im J. 1436 kamen die von Lewetzow, wahr-scheinlich weil sie die jiingern im Besitze waren, um dieMarschallswürde, wenigstens erscheint seit dieser Zeit keinLewetzow mit derselben bekleidet. Dagegen behauptetensich die Maltzan in ihrem Besitze, und seitdem blieben dieJMaltjatt Erblandmarschälle der Herzoge vonMeklenburg für das Fürstenthum Wenden oderWerle. Zwar entstand ein vieljähriger Streit zwischenden Lewetzow und den Maltzan; jedoch wurden die Maltzanwiederholt, zuletzt am Ende des 16. Jahrhunderts, durch