75
'Nach Albert EIzow's vorpommerschem Adelsspiegel (vgl. M0I1-nicke's Vorrede zu Sastrow I, S. LVII, Note ***). Von
diesem Wedige Moltzan ist bisher sonst keine Spur zufinden. Kosegarten tbeilt darüber folgendes mit: Dass ao.1283 die Pommern die Stadt Stargard den Märkern wiederabnahmen, ist wohl als sieber zu betrachten, nach manchenUrkunden jener Zeit. Dahin gehört auch wohl die vonOelrichs „Verzeicbniss der Dregerschen Urkunden", S. 14,angeführte Urkunde, nach welcher Bogislav sich mit derStadt Stargard wieder vertragt und sie zu Gnaden annimmt.Cramer im grossen Poinmerischen Kirchenchronikon, Stettin,1628, S. 41, erzählt die Wiedereroberung Stargards ao. 1283und sagt: „Denn alsdann wurden die Märker sowol durch„die Castellanen, so das Castel inne gehabt, alss durch„die Bürger mit Macht wieder aussgetrieben". SchonBugenhagen Poinerania I., c. 13, erwähnt dieser Begeben-heit: Cum enim marchio civitatem praeclaram Stargardiam,cui Ina adiluit, paucis ante haec annis, anno videlicet do-minicae incarnalionis 1283, nocte divormn Simonis et Judaeapostolorum, cepisset, illustris Bugslaus quartus valida manuhostes cum traditorihus eiecit. Kramer im Kirchenchr. lih. 2,c. 16, führt auch den Gedächtnissvers an:
M . duo CC . vere tres octoginta fuereAnni, quando nova Stargard est perdita nocte.Woher Bugenhagen und Cramer ihre Nachrichten haben,lässt sich nicht ermitteln. Am 1. Sept. 1283 versöhnte sich,nach einer Urkunde, der Herzog Bugeslav, unter Vermitte-lung des Fürsten Johann von Werle, mit der StadtStargard; aber von einer Veranlassung ist keine Rede undunter den Zeugen findet sich kein Moltzan. Zu beherzigenist dabei, dass EIzow's Adelsspiegel eine fast ganz werth-lose Compilation ist.