I. Mach.cap. 2.Eccles.Pſel.144.
Themisterat. 4.
20Verfüge mich also zu dem anderen Absatz: & fortiter ivitin via David: und gienge starckmüthig in den Weg David:hievon tropologice mit denen Scripturisten Cornelio à lapide,Alphonso Tostato, Theophilo Rainacedo, Serrario, Scher-lego, Villalpando, S. Ruperto und Theodoreto zu sprechen:ist via David nichts anders als sein Tugent-Wandel in der An-dacht / in der Barmhertzigkeit / in der Treu / in der Freyge-bigkeit und Vermeidung aller Nachgierigkeit; wie zu lesenMach. cap. 2. David in sua misericordia consecutus est fidem,David in seiner Mildigkeit hat erlangt den Glauben. Eccles.47. in toto corde suo laudavit Dominum & dilexit Deum, quifecit eum: in gantzen seinen Hertzen hat er gelobt den Herrn,und geliebet seinen Gott der ihn erschaffen / und dergleichen inder menge / welche in der kürtze verfast der H. text: Vir secun-düm cor Dei: ein Mann nach dem Hertzen Gottes: brauchtalso nicht mehr / als anzusehen die Eigenschafften dieses gott-lichen Gemuths / und was hier vor anderen excellent: es istzwar hierinfals gewiß aus der gesambten Theologia, daß alleattributa und praedicata divina sich befinden im höchsten gradauch identificirt und unabsoͤnderlich / jedoch aber auch gemeßder ewigen Warheit: Misericordia ejus super omnia operaejus, daß seine Barmhertzigkeit über alle seine Werck, alsodaß zwar groß die gantze Welt / aber 60. mahlen grösser diehelle schöne Sonn / 730. mahlen grosser die Stern in demZodiaco als dieser Planet, Millionen mahlen grosser das Fir-mament / und unaußsprechlicher das von denen Philosophisso benante spacium imaginarium, aber jedoch nur ein Tropff-lein Wasser gegen den Welt bezirckenden Oceanus, nur einSandtkörnlein gegen dem Gebirg Caucasus, nur ein atomusgegen allen Elementen / wan sie solten in ein paralel gesetzt wer-den mit der Gütig= und Barmhertzigkeit Gottes: Misericordiaejus supra omnia opera ejus; weilen jenes entlich / dieses aber sichunentlich befindt: tota die miseretur & commodat, daß gleich-sam seine tägliche meiste occupation sich zuerbarmen und Gna-den zu verleyhen; ferners undisputirlich / daß je ähnlicherein menschliches Gemuth dieser göttlichen Wissenschafft sichaufführet / je höher solches gelanget zur Vollkommenheit: gestal-ten es auch erkent der Heydnische Fürst: Clementiae beneficioReges ad Dei similitudinem accedunt, durch die Mildigkeitund Clementz / werden die Regenten zum meisten gleich derGottheit: Claudianus aber noch mehr / da er sein lentiment