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Alter Rex Salomon Benedictvs Oder Flußreicher Segen : Allerhand Gaben und Gnaden Uber Den ... Herrn Johann Wilhelm ... Wie über einen anderen gesegneten Salomon ...
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Saloméder weise

IhroDurch-leuchtgroſſeWeißheit.

den, und hab an Weißheit alle die übertroffen, welche für mir zu Jeru-salem gewesen seynd. In diesem so reichlich an Weißheit gesegnetem SALOMON, daß ich Ihro Durchleucht als in einervollkommensten Copey vorstelle / verwundere man sich nicht,dieweilen in Deroselbigen alles fast Königlich / und die Weiß-heit voll der Majestät gewesen.SALOMON auf den Thron gestellet leget ab sein Opffer,GOtt erschiene Ihm: Per Somnium nocte dicens: Postula, utdem tibi, quod vis. 3. Reg. 3. v. 5. Bey der Nacht im Traum undsprach: Begehre was du wilst. Ein Flußreiches Anerbieten / krafftwelches alles und alles zu erlangen. Hingegen auch o wun-derliches Hertz des Salomons! welches eintzig gienge auf denUrsprung aller Gnaden / auf die Weißheit / und GOtt Dancksagend vor die seinem Vatter erzeigte Wohlthaten / seineSchwachheit / ein so unzählbahres Volck zu beherrschen / erkennend / dieses nur begehrte: Dabis ergo servo tuo cor docile, utpopulum tuum judicare possit, & discernere possit inter bonum &malum. c. C. v. 9. Wollest derowegen deinem Knecht ein verständigHertz geben / daß er dein Volck richten könne / und den Unterscheid wissenzwischen dem Guten und dem Bösem. Begehrte die Weißheit inallen Stücken / welches dann GOtt also gefallen / daß Er zuIhm gesprochen: Quia postulasti verbum hoc, nec petisti tibi diesmultos, nec divitias, nec animas inimicorum tuorum sed postulasti tibisapientiam C. c. v. 11. Dieweilen du solches begehret hast, und hastfür dich nicht gebetten um viel Täg, noch umb Reichthumb, noch umdie Seelen deiner Feind, sondern hast Weißheit für dich begehretso will ich dir geben eine Weißheit: In tantum, ut nullus ante tesimilis tui fuerit, nec post te surrecturus sit. C. c. v. 12. Dergestalt:daß deines gleichen für dir nicht gewesen / und nach dir auch nicht aufstehenwird. Mit welcher so reichlich übergebenen Weißheit sich dannalle übrige Gaben und Gnaden aller flußreich über den SALO-MON ausgegossen haben.Hier / Geliebte, schauet Ihro Durchleucht an, welcheda Sie im Jahr 1678. die Regierung angetretten / sich höchst be-müheten die Weißheit von GOtt zu erbitten / umb so viele / so weitentlegene / in so unterschiedlichen Völcker und Glauben bestehendeLänder wohl zu beherrschen. Von GOtt begehrten Sie dieselbige/wissend: Quia Dominus dat sapientiam, & ex ore ejus prudentia& scientia. Prov. 2. v. 6. Dieweilen GOtt gibt die Weißheit undaus seinem Munde gehet heraus die Fürsichtigkeit und Erkäntnüß.Solche zu erlangen gossen Sie Ihre Morgens / Abends undandere Gebetter allervöllig in fast langer Zeit in voller Inbrunstzu GOtt aus / seuffzend mit Salomon. 3. Reg. 8. v. 28. Respice