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noch aus der späteren hohen Stellung auf eine nichtgewöhnliche militärische Begabung schließen läßt, nahm erdoch am 6. September 1797 den Abschied. Er erhieltdabei den Charakter als Major, brachte es also zu derselbenCharge wie sein Großvater Arend Heinrich. Der Grund,der ihn bewog, seine militärische Laufbahn aufzugeben, inwelcher ihn die maßgebenden Personen ungerne scheinenvermißt zu haben, liegt Wohl nicht so sehr in dem vornicht ganz einem Jahre erfolgten Ableben des Vaters; ausdessen Nachlaß hatte Heinrich v. Oertzen eine Geld-Kavelerhalten. Vielmehr zogen ihn in's bürgerliche Leben zurückdie wirthschaftlichen Verhältnisse in der Familie derjenigen,welcher er sein Herz geschenkt hatte. — Aufwärts die Rega,an welcher seine Garnison Treptow liegt, findet sichTrieglaff
mit verschiedenen Zubehörungen in den nächsten Ortschaften;das hat er erworben als Mitgift seiner Gattin,Henriette Karoline Luise, geb. v. Mellin. 1757 hattedas Besitzthum erkauft der Oberst Henning Christianv. Mellin, und zwar aus den Händen des Kriegsrathesv. Platen, eines Schwagers von Victor Sigismundv. Miltitz, dessen Mutter Margarete Sophie geb. v. Oertzenwir als Großvnters-Schwcstcr von Heinrich kennen. — Ausseiner Ehe mit einer geb. v. Schmeling ist dem Oberstenv. Mellin ein früh verstorbener Sohn entsprossen und danndrei Töchter, welche Erbinnen der Güter wurden.
Wir sind bisher ohne jede Nachricht über den Abschlußder Heirath. Es liegt zu sehr auf der Hand, daß einmaldas Verhältniß während Heinrich's v. Oertzen Garnisons-Zeit in Treptow sich angesponnen haben muß. Darumsetzen wir die Hochzeit um etwa 1797, das Jahr seinerVerabschiedung. Gleichzeitig fällt dann auch Wohl dieUebernahme des Gutes durch ihn; der Schwiegervater mußlange vorher gestorben sein. Wie die Miterbinnen vonHeinrich's v. Oertzen Gemahlin abgefunden wurden, davonist gleichfalls nichts bekannt. Daß sie selbst erst nach1777 geboren war, also mit vielleicht noch nicht
9 Wigger, v. Blücher II. S. 82; vgl. oben § 359.
Urk. Gesch. d. Geschl. v. Oertzen IV. gt)