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4 (1886) Der mecklenburgischen Häuser und der älteren Zweige des Hauses Alt-Helpte neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart
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310 Meklenburgische Linie.

Namen seiner Frau, ebenso wie er von deren Schwestermit der Aufsicht über das dieser zugefallene Reitwein be-traut wurde.

Mit einer so umfangreichen Thätigkeit im landwirth-schaftlichen Gebiete und von weit her vertrug sich auf dieLänge seine Stellung als Beamter nicht. Ungefähr umdieselbe Zeit, wo sein Bruder Jasper aus dem Justiz-dienste schied, gab Ludwig gleichfalls das Walten als Domanial-beamter auf (im Frühjahre 1841). Auch sagte ihm dieLage des mit seiner Frau ererbten Gutes nicht zu; erverkaufte es und erwarb 1840 die werthvolle BesitzungWoltow

im Amte Gnoyen. 1872 hat er zu diesem Besitze nochdas nicht weit entlegene

Holz-Lübchingefügt, während das Kotelower Haus um die gleiche Zeitin jener Landschaft (durch den Ankauf von Vorwerk undRepnitz) Fuß faßte. Nach dem verunglückten Versuche,den Joachim Detlof Friedrich v. Oertzen a. d. H. Roggow(s. S. 155) zu Anfang des Jahrhunderts mit Thelkowmachte, ist es also nun zwei Linien der Familie gelungen,in jener Gegend sich heimisch zu machen; die GorowischeLinie hat dadurch entsprechend der ältern Abzweigung, demHause Jasper's oder Leppin, auch für die jüngere den festenNamen eines Hauses Woltow erworben.

Sehen wir uns die Vorgeschichte von Ludwig's v.Oertzen beiden Erwerbungen etwas näher an. Sie habendas Gemeinsame, daß sie ursprünglich v. Moltke'schesBesitzthum waren, die zunächst durch Angehörige der v.Bassewitz abgelöst wurden, um dann freilich noch ver-schiedene Inhaber zu sehen, ehe sie an Ludwig v. Oertzenkamen. Woltow ist allerdings zuerst nicht seinem ganzenUmfange nach im v. Moltke'schen Besitze gewesen; zu Endedes 14. Jahrhunderts erscheint neben ihnen die rittermäßigeFamilie Buck (mit drei schräggestellten Rauten im Schilde)als aufWoltekow" gesessen. Dies nämlich ist die alteForm des Ortsnamens, in nichts verschieden von derjenigen,unter welcher früher auch Wolkow (ostwärts von Dargun)erscheint. In der Mitte des 18. Jahrhunderts, wo der