Haus Gorow. 275
gezogen, und der Obrist v. Both stand mit seinem Regimentin Putbus. Zu der Zeit, als Claus Detlof III. v. Oertzenals Gesandter um Schonung der Meklenburgischen Landean die preußischen Heerführer abgesandt ward (vgl. s 309,S. 258), bat derselbe, seinem Bruder, dem Hauptmann,auf acht Tage Urlaub zu einer Reise in die Heimath zugewähren, da sie im Begriff gewesen seien, sich wegen dervon ihrem Vater übernommenen Güter zu vereinbaren,als eben „die herzoglichen Truppen befehligt worden seien,„von Rostock nach Pommern zu gehen." Es ward zwardie Bewilligung des Urlaubs in Aussicht gestellt, wenn dieStellung der Krieg führenden Truppen die Ausführunggestatten werde; da aber der Prinz von Würtemberg ihmden Rückweg nach Rügen nicht gestatten wollte, so konntevon der Erlaubniß kein Gebrauch gemacht werden. Erst am13. Juni 1761 bat Claus Detlof III. wieder einmal umUrlaub für seinen Bruder, da der preußische Generalv. Belling ihm einen Paß versprochen habe.
Nach Gewährung dieser Bitte setzten sich denn nundie Brüder mittelst eines unter ihnen am 5. Juli 1761 zuRostock geschlossenen Vertrags auseinander, durch welchenJoachim Jaspar Otto das väterliche Gut Klein-Bölkowannahm, welches zu 22,000 Rthlr. eingesetzt war.
Am 19. Juli 1761 bat Joachim Jaspar Otto nocheinmal um Urlaub auf 4 Wochen zur Ausführung drin-gender Geschäfte, der jedoch durch Anweisung an denObristen v. Both nicht anders bewilligt ward, als wennsich „der Rückmarsch der Truppen solange verzögern würde,"widrigenfalls er sogleich zum Regiments zurückkehren müsse.
Nach der Rückkehr der Meklenburgischen Truppen undder Herstellung des Friedens ward dem Hauptmann v. Oertzenmit seiner Compagnie die Stadt Waren zum Garnisons-orte angewiesen. Hier lag damals eine Garnison von 3Compagnien unter den Hauptleuten v. Oertzen, v. Höbeund v. Levetzow.
Joachim Jaspar Otto war Wohl nur von schwäch-licher Gesundheit, vielleicht durch Erbschaft von seinerMutter, und die Kricgsstrapazen hatten ihn auch Wohl
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