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4 (1886) Der mecklenburgischen Häuser und der älteren Zweige des Hauses Alt-Helpte neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart
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226 Meklenburgischc Linie.

Garten vollzogen und der Leichnam auf dem Kirchhofe vordem Thore begraben werde. Am 8. October eröffnete derHerzog dem General-Major v, Platcn, daß das Todesurthcilam 13. October auf dem Alten Garten vollstreckt werdensolle, und befahl ihm zu veranstalten, daß zur Formirungdes Kreises von der Commissions-Milice hinlängliche Mann-schaft commandirt werde, auch schon einige Tage vorherdie Thorwachen zu verstärken, um Gesindel abzuhalten.Und so ward denn auch der Capitain Claus v. Oertzenam 13. October 1738 auf dem Alten Garten enthauptetund der Leichnam von 12 Holstcinschen Musketiers nachdem Armen-Kirchhof vor dem Thore getragen und dortbegraben. Die Hinrichtungsstellc wird neben dem jetzigenSchauspielhause gewesen sein, vor der Ausmündung derehemaligenArmensünderstraße" hinter dem Schauspielhause.Der Kirchhof aber lag rechts vor dem (damals einzigen) Thorean dem jetzigen Maricnplatze auf der Ecke zwischen derWismarschen und Wittenburger Straße; als vor längerenJahren die jetzt auf der Nordseite des Maricnplatzes stehendenneuen Häuser gcbauet wurden, ward dieser Kirchhof aus-gegraben. In einem auf der Regierungs-Bibliothekbefindlichen Rostocker Gesangbuche vom I. 1735, welchesdie Inschrift:Ludcwig H. z. M. 1737" trägt, steht Wohlvon der Hand des Herzogs geschrieben:Die Lieder, welcheOertz gesungen" (auf seinem Wege zur Richtstättc):1.Ach Gott und Herr. 2. Aufs den Nebel folgt die Sonne.3. O großer Fürst des Lebens." Die Predigergebühren,für jeden der beiden Prediger 1v Thaler, blieben noch langerückständig und wurden auf Beschwerde erst im I. 1752auf die fiscalischcn Gefälle der Justiz-Canzlei angewiesen,falls die Zahlung nicht aus dem Nachlaß desDelinquenten"gedeckt werden könne. Seinem geistlichen Beistande hatClaus v. Oertzen die unglückselige goldene Uhr überwiesen,den Anlaß für den Tod zweier Menschen.

Diese ungewöhnliche Begebenheit blieb in Schwerinnoch lange bis auf die neuesten Zeiten im Gedächtniß, daangenommen ward, daß v. Oertzen den Obristlicutenantv. Rathlowunschuldigcrweise" ermordet habe. Das Richt-schwert ward noch bis auf die neuesten Zeiten in der