Haus Noggvw. 175
„bei der Invasion im Jahre 1806 weggenommenen und nach„Paris gesandten ausgewählten Theils der schönen und beträcht-lichen herzoglichen Gemäldcgallcric und Kunstsammlung,„der bei dcrVcrmcngnng mit so vielen, aus anderen Ländern„geraubten Kunstschätzen nur mit großer Anstrengung wieder„zusammenzubringen war. Bei seiner Rückkehr bezeugten„ihm der Großherzog und das Ministerium schriftlich die„ausgezeichnetste Zufriedenheit mit seinen Bemühungen und„der Engere Ausschuß der Landständc erklärte ihm im„Auftrage der letztem die dankbarste Verehrung für die von„ihm dem Vaterlandc so vielfach geleisteten Dienste, besonders„in den Verhandlungen zu Paris."
„Der schon am 20. Januar 1816 erfolgte frühe Tod„auch der zweiten Gemahlin des Erbgroßherzogs, Karolinc„Louisc von Sachsen-Weimar, wirkte schmerzlich störend in„alle Verhältnisse ein und veranlaßte für v. Oertzcn neben„erschwerten Dienstverhältnissen wieder mehrfache Reisen„und Verhandlungen, so unter andern bei der Wiedcr-„vcrmählung des Erbgroßherzogs mit der Prinzessin„Auguste Friedcrike von Hessen-Homburg am 21. Sep-tember 1817."
„In den Jahren 1816 und 1818 ward er berufen,„als z weiter Commissarius die Landtage mit abzuhalten,„Sehr erwünscht war ihm in Rücksicht ans seine Licblings-„studicn eine Sendung im October 1818 an den dänischen„Hof zu Kopenhagen zur Verhandlung über Postvcrhält-„nisse, weil er dabei den Zutritt zu den dänischen Archiven„und die Einsicht der entführten bischhöslich-schwerinschcn„Urkunden zu erreichen hoffte." Zwar gewann v, Oertzcnnicht ganz das Ziel, da der noch vorhandene letzte Nestdes Archivs des Bisthums Schwerin, welcher sich ans derUnivcrsitäts - Bibliothek in der Arnae - MagnaeanischenSammlung befand, auf v, Oertzcn's Betrieb schon imI. 1817 an das Geheime und Haupt-Archiv zu Schwerinausgeliefert war (vgl. Jahrbücher des Vereins f. M G,XXVII., S. 100 flgd,), „Vom Mai bis zum November„1819 war v. Oertzcn als grvßhcrzoglicher Bevollmächtigter„beim Elbschifffahrts-Congreß zu Dresden mit sehr müh-„samen Verhandlungen "beschäftigt; doch mußte er den