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4 (1886) Der mecklenburgischen Häuser und der älteren Zweige des Hauses Alt-Helpte neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart
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dieser Beschäftigung vorhanden. Während der Zeit warv. Oertzen viel mit der Genealogie beschäftigt, indem er zuden Stammbäumen des alten mecklenburgischen Adels zahl-reiche Sammlungen veranstaltete. Von seinen: ausdauerndenFleiße zeugt es, daß er die von dem strelitzschcn Ministerv. Gamm zusammengestellten Stammbänme des Mcklen-bnrgischen Adels, welche der Herzog erwarb, in einem nochzu Noggow aufbewahrten starken Foliobande eigenhändigabschrieb, um sie zu verbessern und fortzusetzen.

Im Allgemeinen suchte v. Oertzen die geschichtlicheQuellenforschung nach allen Seiten zu fördern. Fast un-unterbrochen beschäftigte ihn nebenher das oben erwähnteZehntcnregistcr des BisthumS Ratzcburg und die Entwerfungeiner alten Karte des Bisthums. Im I. 1809 erhielt erdie Erlaubniß zur Benutzung des Geheimen und Haupt-Archivs. Daneben sammelte er Urkunden im Privatbcsitzcvon allen Enden her.

Ncberhaupt war ihn: kein Gegenstand des menschlichenWissens fremd; er stimmte darin mit dem regierendenHerzoge nach allen Seiten überein. Beide trieben zusammenviel Nützliches, in Ludwigslust. Die werthvolle Gemäldesammlung erfreute sich der sorgfältigsten Theilnahme.Ward doch sogar seit dem I. 1804 die katholische Kirchezu Ludwigslust in: gothischen Style gebanet, als nochNiemand an Gothik dachte. Und sicher gab v. Oertzen zuallen Unternehmungen seinen erfahrenen Rath und seineAnsichten.

Weniges von v. Ocrtzen's wissenschaftlichen Aufsätzen istin die Oeffentlichkeit und in Druck gekommen. Norrmannsagt: es dürften von ihnen einigenach erfolgtcr Aus-sonderung und gehöriger Ausbildung früher, andere dagegenvieler persönlichen Verhältnisse wegen erst später zum Druckbefördert werden können." Nach dem kurzen und allgemeingehaltenen Nekrolog im Freimüthigen Abendblatt 1821,Nr. 111, war erSchriftsteller eigentlich nie, würde es aberbei längerem Leben nach der bekannt gemachten An-kündigung eines großen historischen Werkes gewiß gewordensein." Dagegen bemerkt ein Nachtrag zu dem Nekrolog(ebd. Nr. 115), daß er mehrere Jahre vor seinem Tode