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dieser Beschäftigung vorhanden. Während der Zeit warv. Oertzen viel mit der Genealogie beschäftigt, indem er zuden Stammbäumen des alten mecklenburgischen Adels zahl-reiche Sammlungen veranstaltete. Von seinen: ausdauerndenFleiße zeugt es, daß er die von dem strelitzschcn Ministerv. Gamm zusammengestellten Stammbänme des Mcklen-bnrgischen Adels, welche der Herzog erwarb, in einem nochzu Noggow aufbewahrten starken Foliobande eigenhändigabschrieb, um sie zu verbessern und fortzusetzen.
Im Allgemeinen suchte v. Oertzen die geschichtlicheQuellenforschung nach allen Seiten zu fördern. Fast un-unterbrochen beschäftigte ihn nebenher das oben erwähnteZehntcnregistcr des BisthumS Ratzcburg und die Entwerfungeiner alten Karte des Bisthums. Im I. 1809 erhielt erdie Erlaubniß zur Benutzung des Geheimen und Haupt-Archivs. Daneben sammelte er Urkunden im Privatbcsitzcvon allen Enden her.
Ncberhaupt war ihn: kein Gegenstand des menschlichenWissens fremd; er stimmte darin mit dem regierendenHerzoge nach allen Seiten überein. Beide trieben zusammenviel Nützliches, in Ludwigslust. Die werthvolle Gemäldesammlung erfreute sich der sorgfältigsten Theilnahme.Ward doch sogar seit dem I. 1804 die katholische Kirchezu Ludwigslust in: gothischen Style gebanet, als nochNiemand an Gothik dachte. Und sicher gab v. Oertzen zuallen Unternehmungen seinen erfahrenen Rath und seineAnsichten.
Weniges von v. Ocrtzen's wissenschaftlichen Aufsätzen istin die Oeffentlichkeit und in Druck gekommen. Norrmannsagt: es dürften von ihnen einige „nach erfolgtcr Aus-sonderung und gehöriger Ausbildung früher, andere dagegen„vieler persönlichen Verhältnisse wegen erst später zum Druck„befördert werden können." Nach dem kurzen und allgemeingehaltenen Nekrolog im Freimüthigen Abendblatt 1821,Nr. 111, war er „Schriftsteller eigentlich nie, würde es aber„bei längerem Leben nach der bekannt gemachten An-kündigung eines großen historischen Werkes gewiß geworden„sein." Dagegen bemerkt ein Nachtrag zu dem Nekrolog(ebd. Nr. 115), daß er mehrere Jahre vor seinem Tode