Haus Rvggvw. 169
Mcklcnburgischen Alterthünicrsammlnng gelegt, welche jetzteinen weit verbreiteten Ruf erlangt und wesentlich dendamals ungeahnten großen Aufschwung des Wissens um dieUrgeschichte der Menschheit hat befördern helfen. FriedrichFranz ist in der That als der wahre Begründer dernationalen Altcrthumskunde zu ehren- In allen diesenBestrebungen war v, Oertzen, der durch seine weiten undvielen wissenschaftlichen Reisen und Studien ein gereiftesUrtheil gewonnen hatte, der treue und thätige Gehülfe desHerzogs. Die Sammlung ward zuerst der Pflege v. Ocrtzen'sanvertraut, und es ward wohl mancher Plan gemacht,dieselbe für die Wissenschaft nutzbar zu machen, als einfrüher Tod v. Oertzen abrief. - - Die Fülle seiner Notizenund Verzeichnisse liegen dem ältesten Kataloge der prä-historischen Sammlung im Schweriner Museum zu Grunde.Seine eigentlich historischcnCollectaneen aber werden in großemUmfang, übersichtlich angelegt und fleißig vervollständigt,zu Rvggow aufbewahrt. Die Vermittelung zwischen beidenStudicngebieten mußten die auch dem Schoß der Erdeentnommenen alten Münzen abgeben. Den Anstoß gabein Ereigniß im Herbste 1805. Damals ward zu Dobcrannicht weit von der alten Abtcikirche, dem Lieblingsbau desHerzogs, der letzte Klosterschatz aus der Zeit der Reformation,über 4000 Münzen, gefunden. Der Herzog, welcher vonseinem Vater, dem Prinzen Ludwig, einem großen undglücklichen Münzsammler, eine Neigung für alte Münzengeerbt haben wird, nahm den Schatz nach Ludwigslust undübergab denselben seinem Mitarbeiter v, Oertzen zurBearbeitung, während welcher der Herzog sich auch in dieMünzstudien hineinarbeitete. Es ist noch ein Folioheftmit der Beschreibung des Fundes von v. Oertzen vorhanden.Von dieser Zeit an sammelte der Herzog auch Münzen undbeschrieb sie selbst in zwei vorhandenen Folioheftcn. DieseSammlungen sind die Grundlage zu der allgemeinenMünzsammlung in Schwerin geworden.
Die Lieblingsbeschäftigungen des Herzogs zur Erholungwaren Musik und Wappenwissenschaft. Die Heraldik betrieber von früher Jugend an bis zu seinem Lebensende mitbesonderer Vorliebe und es sind noch viele Zeugnisse von