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4 (1886) Der mecklenburgischen Häuser und der älteren Zweige des Hauses Alt-Helpte neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart
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24 Meklcnbm'gischc Linie.

Trauerzugc auf wenigstens 800 Gulden anschlagen. Daherregte sich auch bald das Bestreben, einen solchen übermäßigenAufwand, namentlich gewiß in den splendiden Trauer-mahlen, abzuschaffen, und zwar im RoggowßchcnHause der Familie v. Oertzen selbst. Im Archive zuRoggow liegt ein merkwürdiger Familien-Vertrag, leiderohne Datum, welcher von 3 Oertzen und 2 anderen Edel-leuten mit den oft schwer zu entziffernden verschlungenenAnfangsbuchstaben der Vornamen unterschrieben ist. Eslassen sich aber:

namentlich <?/) ganz klar erkennen. Dies sind

die drei Söhne des Etatsraths Helmuth Friedrich v. Oertzen:Joachim Werner, Otto Dietrich und Jaspar v. Oertzen.Dazu stimmen die beiden andern Namen: (Andreas Friedrich)v.Zepelin und (Johann Arnold Werner) v.Bodeck, welche beideSchwiegersöhne des Etatsraths Helmuth Friedrich waren.Da nun die älteste Tochter 1724 heirathete, Otto Dietrichaber 1737 starb, Jaspar erst 1720 geboren war, so wirdder Vertrag ungefähr 1735, vielleicht 1733 beim Begräbnißder Margarete Oelgart, v. Zepelin's erster Gemahlin,jedenfalls Wohl nach dem Begräbniß von Jaspar undSusanua Francina, geschlossen sein. In diesem Vertrageheißt es:Nachdem in vielen Jahren bei vorkommendenSterb-Fällen sich im Trauren ein besonderer Miß-brauch geäußert und dadurch die Familien nicht weniggeschwächet worden, so haben wir Unterschriebene, welchegerne die Destruirung unserer Häuser vermeiden wollen,der Nothwendigkeit zu sein erachtet, nach reiffcr Ucber-legung, der überflüssigen Traur Maaß und Ziel zusetzen, mithin rations tomporis st mocki bey uns ein ge-wisses Traur-Neglement einzuführen" u, s. w. ZumSchlüsse heißt es:Wenn ein Kirchen-Patron abgehet,werden in tuturum Cantzel und Altar nicht bezogen, wollaber solche mit Tüchern beleget."

Gleich nach dem Tode seiner Gemahlin ließ HelmuthFriedrich, sicher im schmerzlichen Andenken an seine glücklicheEhe, die Kirche zu Satow, wohin Gerdeshagcn einge-scharrt ist, restauriren und 1730, in dem zweiten Jubel-jahr der Augsburgischen Confession, welches überall im