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4 (1886) Der mecklenburgischen Häuser und der älteren Zweige des Hauses Alt-Helpte neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart
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18 Mcklenburgische Linie.

Zu derselben Zeit, am 12. Januar 1707, starb auchJoachim v. Oertzcn und hinterließ seine Güter seinen beidenSöhnen. Jaspar war schon während der bcsorglichenKrankheit seines Vaters nach Roggow heimgekehrt. Am30. Juni 1707 sehten sich die beiden Brüder über denväterlichen Nachlaß auseinander; in der Kavclung erhieltJaspar die Güter Roggow und Wakendorf, HelmuthFriedrich die Güter Gerdeshagen, Altcnhagen undBolland. Am 3. November 1707 zeigten sie bei derLehnkammcr diese Theilung an. Helmuth Friedrich nahmnun am 12. Juni 1709 seinen Wohnsih zu Gerdeshagen,wo ihm am 7. Juli 1709 das vierte Kind geboren ward.

Hier lebte Helmuth Friedrich nun eine Zeit lang derSorge für seine Güter und seine Familie. Im Jahre 1715erwarb er das bei Gerdeshagen belegene Gut

Klein-Nienhagen,welches ein altes Lehn der von der Lühe und Pertincnz zuWendisch-Mulsow gewesen und durch Pfand an die V.Buch-Wald übergegangen war. Schon am 16. Mai 1707 wollte derHauptmann v. Oertzen auf Vogelsang" das Gut, nachdemum 1705 der Hof ganz abgebrannt war, für 15,400 Guldenkaufen, kam jedoch nicht dazu. Trinitatis 1715 verpfändeteaber Schall v. Buchwald das Gut Klein-Nienhagen mit2H- Hufen in Altcnhagen an Helmuth Friedrich v. Oerhenfür 11,720 Thaler. Seitdem blieb das Gut lange imv. Oertzen'scheu Besitze.

Im Sommer 1721 rechnete Helmuth Friedrich mitden von der Lühe ab wegen der dem Gute zu Last fallendenEinquartirungskosten, welche er während der Russcnzeiteuhatte aufwenden müssen. Das Resultat war, daß derPfandschilling um 4500 Thaler erhöht wurde.

Doch das häusliche Glück ward bald getrübt. Zwargelang es Helmuth Friedrich, der Verfolgung durch dieRussen im Julii 1716 zu entgehen, während sein BruderJaspar gefangen genommen ward (vgl. oben Z. 230 S. 6);aberes fehlte nur eine Viertelstunde daran", daß ergleiches Schicksal gehabt hätte. Er fand mit seiner Familieeinen sichern Aufenthalt bei seinen Schwicgerältern zuGudow, nicht weit von Ratzeburg, wo der Engere Ausschuß