Jüngeres Hans Helpte. 261
Coniract. Der Stallmeister Brückenwagen, eben erst Inhabervon Berenshagcn geworden, handelte mit dem RostockerTischlermeister Serrius auf die, nur aus damaligen Con-juncturen ihrerHöhe nach erklärliche Summe von 18,000Rthlr.N. ^/z. Man mochte den Preis einigermaßen aus dem Erlöseinzubringen hoffen, welchen man bei Niederlegung derWaldung ziehen konnte, mit der die ganze Liegenschaft nochbedeckt war. Vermuthlich seiner Gattin zu Liebe, schlug derneue Besitzer den im übrigen aus der Sachlage erklärlichenNamen
Sophienholz(der am 20. Mai 1803 höheren Ortes genehmigt wurde) für dennun zu errichtenden Hof vor; binnen dreiJahren sollte das Holzabgeräumt sein. — Wie Berenshagen selbst, blieb das davonabgetrennte Stück Lehn; es hat rasch eine lange Reihe Besitzerhinter einander gesehen, indem es namentlich gleich unter demzweiten Separat-Jnhaber (Kaufmann Hollin zu Rostock) inConcurs gerieth. Um 1820 wurde es zu 6000 Rthlr. bewerthet.Bald errichtete man daselbst eine zur Ocl-Fabrikation be-nutzte Windmühle; gleichwohl ging der Werth (1828) auf5000 Rthlr. herunter, welche der Bercnshäger Müller Rubachdafür zahlte. 8200 Rthlr. wurde es 1835 werth gehalten,wo es der Müller aus dem v. Oertzen'schen Gute Roggowerwarb; er war nächster Vorbesitzer des Geh. Regierungs-rathes v. Oertzen.
Unmittelbar ehe dieser Uebergang stattfand, wurdeSophienholz (am 9. November 1853) allodificirt. DieGröße wurde damals zu noch nicht V» Kataster Hufen fest-gestellt (etwa 15,000 (I>R. oder 30 Scheffel). Am 3. bezw.5. December 1853 ist der Contract vollzogen worden, durchwelchen das Gütchen auf den Geheimen Rath v. Oertzenüberging. Er zahlte 17,000 Rthlr. und trat am 1. Juli 1854den Besitz an; der Homagial-Eid wurde am 7. Juli geleistet.— Nur 7 Jahre hat dieser Zustand gedauert; im Laufevon 1861 übernahm die fürstliche Domänen-Kammer dasGut von v. Oertzen.
Zu Berlin ist er gestorben am 28. Juli 1873, mitHinterlassung einer kinderlosen Wittwe, welche ihm am19. December 1882 im Tode nachfolgte, gleichfalls zu Berlin.