Druckschrift 
6,[1] (1891) A. Des Hauses Jung-Helpte (auch dänischen Astes, insbesondere des Hauses Kittendorf) neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart ; B. Rückblick
Entstehung
Seite
151
Einzelbild herunterladen
 

Jüngeres Haus Helpte. 151

nach mußte er also bereits 1766 geboren sein. SeineVornamen werden ebenso überliefert, wie letzt erwähnt beimAbleben seiner Gattin; es erfolgte gleichfalls zu Schles-wig am 1. Februar 1831, und zwar am Schlagstuß, wor-auf die Leiche am 10. Februar nach dem Familicn-Begräbnißin Schönkirchen geschafft worden. Auf diesen Ort und seinVerhältniß zu der Verstorbenen muß unten (nachtragsweise)nach Möglichkeit eingegangen werden; auch der Obristlieute-nant v. Oertzen ist dort beigesetzt worden, man weiß nicht,wie lange nach seinem Hinscheiden.

Seiner Gattin Namen waren Katharinc Sophie Friede-rike, geb. Wriedt. So steht sie auch im Geburtsregisterihrer Heimath verzeichnet, und zwar, entsprechend dem beiihrem Ableben berechneten Alter von 43 Jahren, 2 Mo-naten und 27 Tagen, unterm 4. November 1782. Geehelichthat sie den v. Oertzen am 22. April 1803, eben noch dort,wo sie geboren war, zu Bürau im Lande Wagrien, süd-wärts von Oldenburg (Kspl. Neukirchen). Der Ort ist einadeliges Gut, grade um die Zeit, wo die geb. Wriedt, ver-ehelichte v. Oertzen, dort lebte, ein Bestandtheil des v. Rantzau-Oppendorfer Fidei-Commisses, aus welchem es 1805 an dieFamilie Schwerdtfeger verkauft worden ist. Pächter des-selben war Johann Ernst Wriedt, aus einer Familie, welchenoch heute im südlichen Holstein Wohl angesehen ist. Ihrzu Bürau wohnhaftes Mitglied lebte in der Ehe mit SophieMagdalene, geb. Rovenkamp (so die wahrscheinlichste Schrei-bung, neben welcher auch RavenkamP und Rönnekamp auf-treten).

Die Vermählung des Paares, welches sich durch dieTochter dieser Ehe bildete, fand also statt im 21. Jahreder Braut, während der neue Gatte entweder 34 oder 37zählte. Damals hieß er Capitän und Kriegs-Assessor, auchköniglicher Zollverwalter zu Heiligenhafen, dem Städtchen,das nördlich von Bürau am Kieler Busen (im weiterenSinne) liegt. Ueber das genaue Wesen seines Thätigkeits-Ressorts muß man sich versagen, Bestimmtes zu äußern;augenscheinlich ist es, daß die Verwendung im Zolldienstwenigstens schon 1803 die Hauptsache war, die Militär-Charge mehr titulär daneben stand. Beim Ableben seiner