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6,[1] (1891) A. Des Hauses Jung-Helpte (auch dänischen Astes, insbesondere des Hauses Kittendorf) neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart ; B. Rückblick
Entstehung
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120 Stargardische Linie.

um die Stadt Sorau schloß sich ein solches Gebiet, daslange in Händen der v. Biberstein war. Diese haben zeit-weise Muskau dazu erworben; demnächst (1597) ging esan einen Burggrafen v. Dohna über.

Deren hervorragender Titel ist ächt; er knüpft an dieFeste Dohna im Meißnischen an, westlich vom Sonnensteinund Pirna. Unter den Muskauer Herren dieses Namensvollzog sich wesentlich die Ausbildung der eigenthümlichenVorrechte (Gerichts-Ezemtion. Landtagssitz u. s. w.) der ge-sammtenOberlausitzerStandes-Herrschaften"; über 40Dörferhatte man bald mit dem Centrum Muskau verbunden undsie u. A. einem eigenenHofgerichte" unterstellt. Umdie Zeit, wo die Verheerungen des 30jährigen Krieges ende-ten, starben die v. Dohna auf Muskau im männlichenStamme aus; eine Erbtochter reichte dem späteren erstenGrafen v. Callenberg die Hand und machte ihn (1645) zumHerrn des Ländchens.

Die bekannte Ahnenreihe seines Hauses geht nicht hinterihn selbst zurück. Vermuthlich durch die Kriegs-Ereignissenach Sachsen oder Böhmen verschlagen, dessen wiederher-gestellter Konfession er gewiß als geborener Katholik ver-wandt fühlte, hat er sich dort die bedeutsame Stellung zuerringen vermocht, von denen seine oben erwähnten Aus-zeichnungen Kunde geben.

Auf Kurd Reinicke I. ist ein gleichnamiger Sohn gefolgt(si 1709) und dann zwei Enkel, von denen die beiden imLaufe des jetzigen Jahrhunderts ausgestorbenen Linien ihreHerkunft nahmens. Diejenige in Schlesien und der Lausitzvon Johann Alexander (1697-1776), dem Vater Hermann's,welcher mit ihm und der ganzen hier erwähnten Ascendenzdie Eigenschaft eines Kursächsischen Geheimen Rathes theilte.Johann Alexander war zweimal vermählt; zuerst mit einerGräfin v. Promnitz, dann mit Luise Henriette Gräfinv. Werthern (j- 1753). Letztere halten wir, obwohl nichtsBestimmtes darüber auszumitteln war, für die leiblicheMutter des Gatten der geb. v. Oertzen.

') Die ältere, nach Oesterreich übergesiedelte ging lLS4 zu Ende,grade 200 Jahre nach Erwerb der Standes-Erhöhung.