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man dagegen hinsichtlich des zwischen beiden stehendenKindes auf ungefähre Berechnung allein angewiesen.1761 vermählt, aber noch längere Jahre als unmündiggehend (s. unten), giebt sie dadurch die Annahme an dieHand, ihre Geburt falle etwa 1740. Soviel steht immer-hin fest: sie kann nicht ganz unmittelbar nach dem frühverstorbenen Brüderchen zur Welt gekommen sein.
Das ruhmgekrönte Ende des Vaters hatte sie somitim Alter von schon 20 Jahren erlebt. Vor dem drohendenEinbrüche der Russen in die Warthe-Landschaft, wo derVerstorbene zuletzt mit seinem Regimente in Quartier ge-legen hatte, in Landsbcrg also, wird sich seine Familieentweder nach den Ukermärkischen Gütern zurückgezogen haben,wenn nicht gar, der größeren Sicherheit halber, nach Berlin,wo alle Kinder des Hauses vermuthlich auch geboren waren.Denn Golmitz selbst nebst Zubehör waren von fremdenTruppen oder doch von der durch die eigenen hervorgerufenenEinquartirungslast bedrängt (s. S. 79). Bald nach Ab-schluß des Krieges wurde die älteste Tochter privative Be-sitzerin des Halbscheids derselben; vorher aber schon, in denwildesten Wirren, die den Gesammtstaat bedrohten, hatte siesich eine Stütze gesucht, welche auch ihren Angehörigen zuGute kommen mußte, in der Person eines der ersten Beamtender Friedericianischen Monarchie.
Es ist Ludwig Philipp v. Hagen, geboren am3. März 1724 im Lande zwischen Harz und Thüringer Wald,wohin manche Beziehungen auch der Lausitzer v. Oertzen'sleiten (vgl. Bd. V., S. 481 und 491). Der Namen Hagen,ein ächt deutsches Appellativ, bringt es durch die Allgemein-heit seiner Verwendung mit sich, daß er äußerst häusig alsGeschlechts-Beiname verwandt wird. Die ersten deutschenHerren in unserem Lande, die Schweriner Grafen, wareneigentlich Edle von Hagen; auch sie werden (wegen des ihneneigenthümlichen Vornamens Gunzel, d. h. Günther) auf dieLandschaft im Westen oder Süden der Hagens zurückzuführensein. Zu sogenanntem „hohem Adel" geworden, haben siebei dem eigenthümlich verzwickten Stande der Frage umihr Wappen keine nachweisbare Verwandte in jener Land-