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6,[1] (1891) A. Des Hauses Jung-Helpte (auch dänischen Astes, insbesondere des Hauses Kittendorf) neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart ; B. Rückblick
Entstehung
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Jüngeres Haus Helpte. 105

bedürftigen Kindern ihresVaters Reception in dieSchleswig-Holsteinsche Ritterschaft zu Gute. — Im November 1756wurde auf deren Landtag zu Kiel der Beschluß gesaßt:„Da die eingeborene holsteinische Ritterschaft nach und„nach an einigen Geschlechtern abgenommen hat und ein„großer Theil der Rittergüter in den Händen auswär-tiger Besitzer sich befindet, deren Viele der Vorrechte der„inländischen Edelleute theilhaftig zu werden gewünschet,"sei das Jndigenat u. A. dem Land rath v. Oertzen aufKaltenhof verliehen worden.

Durchmustert man die Reihen der alten Nobilitäts-Geschlechter in Schleswig-Holstein (mit Einschluß von Lauen-burg, wohin z. B. die v. Schall gehören), so ist heute wieschon damals fast nichts mehr übrig, als die Namen derAhlefeld (Flug und 2 Balken im Wappen). Buchwald(Bärcnkopf), Rantzau (einfach gespaltener Schild), danndie v. Brockdors (mit Fliegefisch) und v. Blome (Hund mitHalsband führend). Wie wir sie jetzt eng verbunden untersich und mit zwei verschiedenen Zweigen der v. Oertzenfinden, gemahnen ihre Namen an die Zeit (gegen 1600),wo der halbe Meklenburgische Adel mit ihnen und anderninzwischen erloschenen Holsteinischen Geschlechtern (v. Pog-wisch, von der Wisch, v. Rathlow, v. Parkentin u. s. w.)durchsetzt waren. Diesmal war für Konrad Henning v. Oertzenseine Wahl unter den Töchtern dieses Landes, welche indeßWohl meist das Kopenhagener Hostager verschönten, eineStütze seiner Existenz. Denn seine Beziehungen zu demCorps, in welches er nunmehr als völlig gleichberechtigtereintrat, fanden ihren Ausdruck insbesondere durch seineVermählung. Sie geht der Jndigenats-Verleihung umvieles, der Erwerbung von Kaltenhof Wohl nicht wesentlichvorher. Beide Güter sowohl wie die Familien, welche zuihnen in Bezug stehen, gleichen sich durch Lage und Her-kunft; setzen wir dies in Parallele und gedenken danebenendlich eines Zusammentreffens mit einer anderen Liniev. Oertzen. Augenscheinlicher Weise nämlich stellt sie eingar nicht fernes Verwandtschafts-Verhältniß her zu demallerältestcn — wenigstens nach vorwaltender Ansicht— Zweige des ganzen Geschlechtes v. Oertzen. Denn