100 Stargardische Linie.
man wird an die ziemlich ähnliche Lage der Nachrichtenüber einen Vetter (Z 602) erinnert, welche sich mehr alsunwahrscheinlich erwiesen. Vielleicht liegt auch für NicolausAdolf eine Verwechselung vor.
29.
Ludwig CIMmn.
1717—75.
Z 608. C. XVI.
In den Papieren, welche auf die Sammlungen einesv. Brauchitzsch (s. §613) zurückgehen, hat sich die nichtunwahrscheinliche Notiz erhalten, zweie der Söhne BalthasarFriedrich's v. Oertzen hätten studirt. Insbesondere auchLudwig Christian, welchen das „Universal-Lexikon" (1740,s. Z 589) als Kammcrjunker kennt. — Die Woltower Ge-nealogie charakterisirt ihn ebenso, und zwar bei ,,der Königin",demnächst „Land- und Confercnzrath." Obgleich LudwigWilhelm genannt (woraus sich als sein Rufname der erste:Ludwig zu ergeben scheint), ist er es ferner unverkennbar,der im März 1755 dänischer Commercienrath (Wohl Conferenz-rath zu lesen!) genannt wird, als er zum Stifts-Amtmannvon Nyköping auf Falster bestellt wurde. Er war bisherAmtmann zu Wordingborg') gewesen; auch „Tryggevelde",welches ein jetzt eingegangener Hof dort in der Nähesein wird.
Die Stiftsämter bilden eine Art obere Verwaltungs-Jnstanz (hervorgegangen aus den alten Bischofssitzen, imGegensatz zu den Lehnsvogteicn des Königs) über den untern;es war also die Versetzung v. Oertzen's von 1755 einAvancement. — Den titeldurstigen Verhältnissen seinesnicht so sehr von ihm gewählten, als durch seine FamilienVerbindungen ihm zugewiesenen Vaterlandes entsprechend,hat er nunmehr Auszeichnungen erlangt und damit seinenNamen uns mehrfach überliefern lassen. — Im Rittcrsaale
0 Wo er vielleicht seinen jüngeren Brnder (Z MV) Kvnrad Hen-ning ablöste. Wenn nicht gar bei allen den Meldungen einige Ver-wechselungen vorliegen, Alles ans Ludwig Christian zu beziehen ist.