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6,[1] (1891) A. Des Hauses Jung-Helpte (auch dänischen Astes, insbesondere des Hauses Kittendorf) neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart ; B. Rückblick
Entstehung
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Jüngeres Haus Helpte. 73

Doch kann man als sicher bezeichnen, daß seine nunmehrigeWittwe seiner sterblichen Hülle hat die letzte Ehre zu er-weisen vermocht, Ihr, seiner Theilnehmerin an den hohenEhren der früheren Feldzüge, wendet sich der Gedanke zu.

Es ist eine möglichst nahe Verwandte; Heinsius' Nach-richten nennen sie eine „am Berlinischen Hofe sehr angeseheneDame')", Sie kann das nur gewesen und geworden seinals Gattin ihres Mannes; denn ihre Jugend hat sich weiterim Norden abgespielt. Sie ist ihres Gemahls richtigeCousine.- Anna Margarete, Tochter des dänischen Land-raths und Kammerherrn Siegfried Leopold (II.), von demman demnächst das Haus Kittendorf als nunmehr einzigenRepräsentanten der Jung-Helpter Linie wird ausgehen sehen(s. Z 588, sowie unten).

Ihre Geburtszeit ist, wie in diesem Hause überliefertwird, 1718 (Sept. 25.); mit 17 Jahren wurde sie Gattin.Denn sie vermählte sich nach mehrfachen und übereinstimmen-den Angaben 1735. Die in die nächsten Jahre verlegten Ge-burten ihrer Kinder bestätigen diese zeitliche Anordnung.Ueberlebt hat sie den Gatten lange Jahre, thätig und rüstig,wie ihr ganzes Leben diesen Charakter trägt; am 31. März17912) ist sie auf ihren Gütern in der Ukermark entschlafen,betrauert von ihren beiden Töchtern. Da ein erstgeborenerSohn aus ihrer Ehe mit Henning Ernst v. Oertzen, LeopoldHeinrich Wedige getauft, nur ein Jahr (1736—37) gelebthat, so mußten die Güter in der Ukermark auf dessenSchwestern übergehen. Bevor von diesen und ihren Schick-salen unter Henning Ernst und seinen Erben zu sprechenist, hat man noch einen Blick zu werfen auf die Stellungdes ruhmreich gefallenen Generals in der Preußischen Armeeund die Nebenerscheinungen in Gestalt der Theilnahme vonNamensvettern an dem für die Monarchie grundlegendenKriege der sieben Jahre.

') Hierzu vergleiche man die bekannten Zeilen Königs Friedrichan seine Schwester Bevern (jetzt XIII,, 8152 der „Corresp,"), aus denenman unschwer des eben Verschiedenen, sowie seines Schlacht-Kameradenv, Lüderitz gutes Einvernehmen mit jener Prinzessin entnimmt.

°) Die Meldung des Golmitzer Kirchenbuches stimmt überein mitder im „Lausitzer Magazin" gegebenen Notiz, Ihre Popularität indieser Landschaft erklärt sich durch die Vermählung einer ihrer Tochteran den Grafen v. Callenberg auf Muskau.