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6,[1] (1891) A. Des Hauses Jung-Helpte (auch dänischen Astes, insbesondere des Hauses Kittendorf) neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart ; B. Rückblick
Entstehung
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44 Stargardischc Linie.

Gutes Jatzke mit einem Autheil in GenzkowZ; am 20. März1719 verkaufte er alles an einen v. Tornow, der indeßschon 1723 dasselbe für 19,000 Rthlr. einem v. Gcnzkow(s. S. 38) wieder einräumte. Ueber diese Gegend sinddie Geschlechtsgcnossen eigentlich niemals mit ihren Erwer-bungen herausgekommen; was sonst ab und zu noch imBesitz der v. Lübbersdorf genannt wird (Salow, Eikhorstu. dgl.), stellt sich in der Regel als Pertinenz jener Haupt-güter heraus. Das namengebcnde unter denselben, dasKirchdorf Lübbersdorf, welches zunächst für das jüngsteHaus v. Oertzcn-Helpte, dann und bis zur Gegenwart füreinen Ast der älteren Linie Helpte (-Kotelow) bezeichnendgeworden ist und dessen Geschichte bei Siegfried Leopold alsHaupt der Linie Kittendorf noch genauer zu recapitulirensein wird: dies Bcsitzthum ist der nach ihm benanntenSippe^) von Anfang unserer verfolgbaren Landesgeschichtebis auf die Zeit eigen gewesen, wo eben die Helpterv. Oertzen die sich ihrem Ende nähernden v. Lübbersdorf'sauskauften.

Der Letzte des Astes auf Lübbersdorf selbst wird 1714gestorben sein. Derjenige auf Jatzke hat sich gleichfalls scholllange und immer mehr auf ein paar Augen vereinsamt;manche männliche Sprossen mögen auch aus Mangel anSubsistenzmitteln ausgewandert und verschollen sein. Adamv. Lübbersdorf, Henning Christoph's Vater, soll auch nureinen jung verstorbenen Bruder gehabt haben, sowie eineSchwester Benigna, welche sich an einen v. Galkowskh ver-

') Wohl zu unterscheiden von Ganzkow, nordöstlich von Nen-brandenburg, zwischen den in diesen Blättern vorkommenden GüternBrunn und Neddomin. In alten unvollkommenen Genealogien wirdziemlich regelmäßig dies den v. Lübbersdorf zugeschrieben, während esdoch stets in den Händen der v. Staffelt», dann der v. Bnrner (f. Z 59?)gewesen ist. Gcnzkow liegt westlich vom Orte Lübbersdorf, süd-westlich von Fricdland, an dem dorthin führenden Bache. Noch weiternach Südwesten findet man Jatzke. In kirchlicher Beziehung gehörendieselben zu einander, wie die anstoßenden Rülow und Sadelkvw (S. 4V).

°) Als Wappen führte sie einen 2-förmig gebogenen Haken(Maueranker). Derselbe, in Meklenbnrg sonst nur bei den spärlicherscheinenden v. Rambow's (nördlich von Waren) gebräuchlich, deutetauf die Gegend östlich vom Harze hin. Nvn hier sind auch sonstreichliche Einwanderungen in's Stargardische zu beobachten.