Jüngeres Haus Helpte. 41
hinterließ ihren Kindern auch insofern geordnete Verhält-nisse, als im selben Jahre (1715), wo ihr jüngster SohnErnst Ludwig die Universität bezog, an der Auseinander-setzung zu Helpte über ihres Vaters Henning Nachlaß Theilnahm. Ihre in allen diesen Verhältnissen erprobte Wirt-schaftlichkeit wird die mehr als 40 jährige Dame einemManne empfohlen haben, der Wohl sich erst eine wirthschaft-liche Existenz zu gründen gedachte.
Es war das Henning August v. Barner, wohnhaftzu Voddow') (nahe nordwärts von Wolgast, KirchspielKröslin). Auf dem nicht entfernt im Südwestcn gelegenenBoltenhagcn kennen wir (Bd. IV., Z 361) eine vermähltev. Wakenitz, geb. v. Oertzen, aus dem älteren Hause Helpte(Tornow-Kotelow). Eine Schwester derselben (Z 359) wohnteetwas südlicher, zu Rubkow, als vermählte v. Miltitz. Auchdie eigene Schwester zu Sicbenhau (oben Z 593), erst ver-mählte v. Jhlenfeld, dann v. Both, wohnte nicht weit. —Der Abschluß von deren beiden Ehen ist, wie vorhin be-merkt, der Zeit nach nicht genau bekannt; die beiden Kote-lower Cousinen haben 1716 bezw. 1719 geheirathet. EinigeJahre später wird auch die Vermählung von der Wittwev. Genzkow mit v. Barner auf Voddow fallen und so eineförmliche Einwanderung ihres Namens nach Vorpommernzu constatiren sein.
Die Herkunft ihres Gemahls ist klar und schon früher(S. 8) berührt worden. Sein Großvater war GösselHeinrich v. Varner, der mit seiner (1654 vermählten)Gattin, geb. v. Kardorf, das Gut Kuksdorf erworben hatte.Gewiß sein ältester Sohn war Georg Christoph, undaus dessen, angeblich 1710 durch den Tod getrennten erstenEhe mit Agnes Eleonore v. Bornemann muß HenningAugust stammen, mit dem man es hier zu thun hat. —Demnächst hat der Vater Georg Christoph, der anfangs zuRosenow bei Stavenhagen, dann zu Podewal bei Neu-brandenburg wohnte, sich wieder vermählt mit MargareteJuliane v. Oertzen (Z 598), unserer Sabine Marie jüngerenSchwester, die somit ihre Stiefniutter wurde. Doch bei
0 Bd. III., S. 350 irrig Toddow gedruckt.